Thermografiebefliegung

Die Wärmebilder liegen vor - ein kostenfreies Angebot einer Einstiegs-Energieberatung folgt

Münster - (SMS) - Klimaschutz aus der Luft: In zwei kalten Januarnächten des vergangenen Jahres hatte ein dänischer „Thermoflieger“ im Auftrag der Stadt mit einer Spezialkamera Wärmebilder von fast 120.000 münsterschen Dachflächen aufgenommen. Die so sichtbar gemachten Oberflächentemperaturen weisen die Qualität der jeweiligen Dachisolierung aus und können Hauseigentümerinnen und -eigentümern wertvolle Hinweise auf mögliche Energielecks und Einsparpotenziale geben. Die Ergebnisse wurden nun in einem eigens für die münstersche Thermografiebefliegung erstellten Webportal gelistet und stehen allen Immobilienbesitzern zum Herunterladen bereit.

Über 41.500 Eigentümerinnen und Eigentümer erhalten deshalb in den kommenden Wochen Post von der Stadt – enthalten ist ein individueller Zugriffscode für die eigene Gebäudebewertung, außerdem ein Angebot zur kostenfreien Energieberatung. „Die Stadt Münster strebt an, bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden. Gebäudesanierungen sind ein bedeutender Beitrag dafür. Mit dem persönlichen Wärmebild und der Einstiegs-Energieberatung laden wir alle Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer ein, diesen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität mitzugehen“, erläutert Oberbürgermeister Markus Lewe.

"Anschauliches Smart-City-Projekt"

Die Wärmebilder wurden zugunsten einer besseren Übersicht mittels eines Geländemodells geometrisch entzerrt und mit den Daten des Liegenschaftskatasters verknüpft. „Die Thermografiebefliegung ist ein sehr anschauliches Smart-City-Projekt: Durch die Anwendung von geographischen Informationssystemen wurde für jedes bebaute Grundstück beziehungsweise für jedes Gebäude das jeweilige Wärmebild erstellt“, so Stadtbaurat Robin Denstorff. Und: „Wer eine energetische Sanierung durchführt, profitiert gleich mehrfach: Inanspruchnahme attraktiver Fördermittel, erhöhter Wohnkomfort, Kostenersparnis durch Energieeinsparungen und Werterhalt der Immobilie“. 

Mit der Thermografieaufnahme und einer dazugehörigen Interpretationshilfe bekommen die Eigentümerinnen und Eigentümer einen ersten Eindruck, ob eine energetische Sanierung für ihr Haus sinnvoll sein kann. Da die Stadt Münster von einem großen Interesse und erheblichen Beratungsbedarf ausgeht, wird zur Entzerrung die Post in vier Intervallen ab dem 24. Januar verschickt.

Beratungskontingent deutlich aufgestockt

„Durch eine energetische Sanierung lässt sich wirksam Energie und langfristig auch Geld sparen. Dabei ist wichtig, nicht nur das Dach auf Energiesparpotenziale zu prüfen, sondern das gesamte Gebäude samt möglicher Fördermöglichkeiten in den Fokus zu nehmen“, wirbt Nachhaltigkeitsdezernent Matthias Peck für die kostenfreien Einstiegs-Energieberatungen. Um möglichst viele Termine anzubieten, wurde das bereits vorhandene Beratungskontingent deutlich aufgestockt. Aufgrund der zeitlichen gestaffelten Anschreiben braucht sich jedoch niemand sorgen, Fördermittel zu verpassen oder durch einen späteren Beratungstermin benachteiligt zu sein. 

Alle drei sind sich einig: „Wir freuen uns, wenn möglichst viele das kostenfreie Einstiegs-Energieberatungsangebot der Stadt Münster nutzen und in der Folge ihr Haus sanieren. Denn nur gemeinsam können wir das Ziel der Klimaneutralität erreichen.“  

Auf dem Weg zur Klimaneutralität

Die Thermografiebefliegung Münster ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Münster - vertreten durch die Stabsstelle Smart City, die Koordinierungsstelle für Klima und Energie (KLENKO) sowie das städtische Vermessungs- und Katasteramt. Die Durchführung der Thermografiebefliegung im gesamten Stadtgebiet wurde im Rat der Stadt Münster im Jahr 2019 beschlossen. Sie ist eine von vielen Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität.

Mit der Thermografiebefliegung sollen die Stadtbevölkerung für energetische Fragestellungen sensibilisiert und die Eigentümerinnen und Eigentümer über Möglichkeiten der Energieeinsparung beraten werden. Bei der Befliegung im Januar 2021 wurden zugleich Aufnahmen des 125 Kilometer langen Fern- und Nahwärmenetzes der Stadtnetze Münster angefertigt, um mögliche Wärmelecks frühzeitig zu erkennen. Mehr Informationen unter: www.stadt-muenster.de/thermografiebefliegung und www.smartcity.ms.

Titelbild: Markus Lewe (v.l.), Robin Denstorff und Matthias Peck werben für die energetische Sanierung.

Foto: Stadt Münster.

Bild: Blick auf die Innenstadt von Münster. Die auf dem Laptop gezeigten Farben wurden aus Datenschutzgründen geändert, daher sind keine Rückschlüsse auf den tatsächlichen energetischen Zustand des Gebäudes möglich.

Foto: Stadt Münster.



Webauftritt von stadt40

Teile jetzt diesen Artikel


Lade jetzt kostenlos die App herunter