8500 Soldaten in "erhöhte Alarmbereitschaft" versetzt

Der jetzige Schritt sende gleichwohl "ein sehr klares Signal" an den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Angesichts der Ukraine-Krise hat das US-Verteidigungsministerium 8500 Soldaten in "erhöhte Alarmbereitschaft" versetzt. Die meisten der Soldaten könnten im Rahmen der schnellen Eingreiftruppe der Nato eingesetzt werden, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby am Montag. Bislang sei aber noch keine Entscheidung für eine Entsendung der Soldaten getroffen worden. Der jetzige Schritt sende gleichwohl "ein sehr klares Signal" an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, "dass wir unsere Verantwortung gegenüber der Nato ernst nehmen".

Zu einem möglichen Einsatzort der US-Soldaten wollte Kirby sich nicht äußern; dies wäre eine Entscheidung der Nato. "Aber wir haben unseren Verbündeten der östlichen Flanke klar gemacht, dass wir bereit sind, ihr Fähigkeiten zu stärken, sollten sie dies benötigen", sagte der Sprecher von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin.

Zuvor hatte die Nato angesichts von Befürchtungen vor einem russischen Einmarsch in der Ukraine eine Verstärkung ihrer Militärpräsenz in Osteuropa angekündigt. Mehrere Mitgliedstaaten wollen demnach zusätzliche Kampfflugzeuge und Marineschiffe in die Ostsee und in osteuropäische Länder wie Litauen, Rumänien und Bulgarien entsenden. Der Kreml warf der Nato daraufhin eine Verschärfung der Lage vor. 

Pentagon-Sprecher Kirby warf der russischen Regierung dagegen vor, die Spannungen an der Grenze zur Ukraine weiter anzuheizen. "Es ist sehr eindeutig, dass die Russen derzeit keine Absicht haben, zu deeskalieren." Wegen eines massiven russischen Truppenaufmarschs an der Grenze zur Ukraine befürchtet der Westen, dass Russland einen Einmarsch in das Nachbarland vorbereitet.

fs/pe

© Agence France-Presse



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