Politik soll gegen Katar vorgehen

Die Gesellschaft für bedrohte Völker betont, dass die Politik sich kritisch gegenüber dem WM-Gastgeber Katar positionieren soll.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Politik dazu auf, sich rund um die Fußball-WM in Katar (21. November bis 18. Dezember) kritisch gegenüber den Machthabern im Emirat zu positionieren. "Es wäre ein fatales Signal, wenn im Zusammenhang mit der Fußball-WM 2022 nicht über die vielen Menschenrechtsverletzungen und die Tausenden auf Baustellen gestorbenen Gastarbeiter in Katar gesprochen und berichtet würde", sagte der GfbV-Nahostexperte Kamal Sido.

Laut Sido gibt es bereits negative Beispiele. "Wenn deutsche Politiker in den sozialen Medien kritiklos von ihren schönen Erlebnissen in Katar erzählen, entsteht ein völlig falscher Eindruck von der harten Realität im Land", äußerte der syrisch-kurdische Historiker: "Solche Verlautbarungen sind eine schamlose Werbung für einen Staat, der Tausende ausländische Arbeiter wie Arbeitssklaven behandelt."

Sido hegt zudem keinen Zweifel daran, dass Katar trotz der Dementi der Machthaber seit Jahren radikal-islamistische Gruppierungen weltweit unterstützt. Außerdem prangert der Experte die Verfolgung religiöser Minderheiten in Katar an.



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