Kritik an Zverev

Becker kritisiert Zverev: "Ich habe ihn lange nicht mehr so passiv gesehen".

Der sechsmalige Grand-Slam-Champion Boris Becker (54) hat Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev nach dessen Achtelfinal-Aus bei den Australian Open deutlich kritisiert. "Ich habe Zverev sehr lange nicht mehr so passiv gesehen. Man kann verlieren und schlecht spielen, aber man kann sich immer anstrengen und die Seele auf dem Platz lassen. Das haben wir heute vermisst", sagte Becker bei Eurosport über die "herbe Klatsche".

Der Melbourne-Sieger von 1991 und 1996 forderte von Zverev: "Er muss überlegen, was da passiert ist. Er strotzte vorher vor Selbstvertrauen, aber irgendetwas ist in diesen Wochen von Australien passiert. Das Achtelfinale ist zu wenig für einen Spitzenspieler wie Zverev." Der Hamburger war nach einer rätselhaften Vorstellung in drei Sätzen an Denis Shapovalov (Kanada/Nr. 14) gescheitert.

Während Deutschlands Sportler des Jahres bei Turnieren mit zwei Gewinnsätzen wie den Olympischen Spielen oder den ATP Finals oft groß aufspielt, fehlt ihm gerade gegen die Topspieler bei den Grand Slams häufig die Überzeugung. Zverevs Bilanz liest sich deswegen verheerend: Der Weltranglistendritte hat nur eins der vergangenen acht Matches gegen Profis der Top 20 gewonnen, insgesamt steht er in dieser Statistik bei 4:15 Siegen.

Das Finale der US Open 2020 bleibt Zverevs bestes Grand-Slam-Ergebnis. Letzter deutscher Sieger bei den vier wichtigsten Tennisturnieren des Jahres ist noch immer Becker, der dreimal in Wimbledon (1985, 1986, 1989), einmal bei den US Open (1989) und zweimal in Australien triumphierte.




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