Fridays For Future ruft auf

Fridays For Future ruft zu einem bundesweiten Aktionstag zum Erhalt Lützeraths auf.

Gemeinsam mit lokalen Initiativen wie „Alle Dörfer Bleiben“ und „Lützerath Lebt!“ ruft Fridays For Future am 08.01.2022 ab 14 Uhr zu einem deutschlandweiten, hybriden Aktionstag auf.

Die verschiedenen Akteur:innen wollen damit auf den geplanten Abriss des Dorfes für den Braunkohletagebau Garzweiler II aufmerksam machen. In Lützerath selbst sowie in mehr als 10 weiteren Städten, unter anderem in Berlin, Hamburg, Augsburg und Dresden wird es Aktionen geben, die in einem Livestream übertragen werden. Es werden auch Redner:innen aus der Besetzung in Lützerath, Luisa Neubauer und Vladimir Slivyak, sprechen. 

Die zuvor geplante Großdemonstration wurde aufgrund der aktuellen Coronasituation sowie des später ausfallenden OVG-Entscheid zunächst verschoben.

„In Lützerath zeigt sich, ob die 1,5 Grad Grenze ernst genommen wird oder ob weiterhin die Interessen eines Großkonzerns über unsere Existenzgrundlagen gestellt werden. Dass diese Entscheidung erneut durch ein Gericht getroffen werden muss und sich die neue Bundesregierung nicht bereits im Koalitionsvertrag zum Erhalt von Lützerath bekannt hat, zeigt uns mit welcher Verantwortungslosigkeit weiterhin in der deutschen Klimapolitikgehandelt wird.“, so Christina Schliesky, Sprecherin von Fridays for Future.

Das Einhalten der 1,5 Grad Grenze ist keine Option unter Vielen, es ist der maximale Temperaturanstieg, den wir tolerieren können, um die Folgen global, vergleichsweise gering zu halten.

In den nächsten Wochen wird das OVG Münster entscheiden, ob das Grundstück des Bauern Eckardt Heukamp frühzeitig in den Besitz von RWE übergehen darf, womit RWE nichts mehr im Weg steht, Lützerath abzubaggern. Seit Monaten protestieren Aktivist:innen vor Ort und solidarisch in ganz Deutschland für den Erhalt des Dorfes. 

Sollte Lützerath dem Tagebau Garzweiler II zum Opfer fallen, verfehlt Deutschland sicher sein CO2-Budget zum Einhalten des Pariser Klimaabkommen und damit die 1,5 Grad Grenze, zu der sich aktuell alle demokratischen Parteien offiziell bekennen. 

© Fridays for Future 

Bild: pixabay 



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