Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen

Die Französische Regierung verschärft im Kampf gegen Omikron die Corona-Maßnahmen.

Die französische Regierung hat angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen angekündigt. Unternehmen sollen angewiesen werden, ihre Angestellten ab dem 3. Januar nach Möglichkeit mindestens drei Tage in der Woche ins Homeoffice zu schicken, wie Premierminister Jean Castex am Montag nach einer Krisensitzung des Kabinetts sagte. Wo dies möglich sei, werde die verpflichtende Regelung auf vier Tage ausgeweitet.

Die Regierung beschloss außerdem neue Einschränkungen für die Gastronomie: In Bars und Cafés dürfen Gäste vom 3. Januar an nur noch an Tischen bedient werden. Die Kunden dürfen ihre Getränke und Speisen dann nicht mehr im Stehen konsumieren. Die Maßnahmen sollen laut Castex zunächst für drei Wochen gelten. 

Als weitere Maßnahme werden für Sportveranstaltungen und Konzerte in Frankreich wieder Obergrenzen eingeführt: Draußen sind künftig 5000 Zuschauer zugelassen, in Innenräumen liegt die Grenze bei 2000 Gästen. 

Die Regierung brachte darüber hinaus die Umwandlung des Gesundheitspasses in einen Impfpass auf den Weg. Dies entspricht der deutschen 2G-Regel. Sollte das Parlament dem Gesetzentwurf zustimmen, reicht künftig somit ein negativer Corona-Test nicht mehr aus, um am öffentlichen Leben teilzunehmen. 

In Frankreich hatte die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen am Samstag erstmals die Schwelle von 100.000 überschritten. Das Land erlebt bereits die fünfte Corona-Welle, die deutlich ansteckendere Omikron-Variante breitet sich wie in vielen europäischen Ländern immer mehr aus. Premierminister Castex sprach am Montag von einem "Wettlauf gegen die Zeit". 

bfi/jes



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