Kulturstaatsministerin Grütters ächtet Antisemitismus

Im Haus der Wannsee-Konferenz wird am kommenden Sonntag, 19. Januar 2020, eine neue Dauerausstellung eröffnet

(BPA) - Die Ausstellung trägt den Titel „Die Besprechung am Wannsee und der Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden“. Bei der Konzeption der Ausstellung wurde ein besonderes Augenmerk auf eine barrierefreie Gestaltung gerichtet. Verschiedene Zielgruppen waren als „Experten in eigener Sache“ einbezogen, zum Beispiel Menschen mit Lernschwierigkeiten oder Sehbehinderungen. Die Kosten von rund zwei Millionen Euro trugen je zur Hälfte die Kulturstaatsministerin und das Land Berlin.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagt dazu vorab: „Gerade in Zeiten eines erstarkenden Antisemitismus ist es von herausragender Bedeutung, die Erinnerung an unsere Vergangenheit wachzuhalten. Antisemitismus in Deutschland ist in jeder Form inakzeptabel. Das müssen wir einem breiten Publikum immer wieder vermitteln. Die Barrieren zu Gedenkstätten sollten deshalb so niedrig wie möglich sein. Mit ihrem Fokus auf Inklusion setzt die umgestaltete Dauerausstellung im Haus der Wannsee-Konferenz neue Maßstäbe und liefert Impulse für alle Gedenkstätten in Deutschland.“

Das Haus der Wannsee-Konferenz ist weltweit einer der wichtigsten und am häufigsten besuchten Orte der Holocaust-Erinnerung. Dort berieten am 20. Januar 1942 hochrangige Vertreter der SS, der NSDAP und mehrerer Reichsministerien über die Organisation der systematischen Ermordung der Jüdinnen und Juden Europas. Am historischen Konferenzort wurde 1992 eine Gedenk- und Bildungsstätte eröffnet. Die vom Bund und dem Land Berlin finanzierte Einrichtung wird von einem gemeinnützigen Verein getragen.