SPD zur Einheit

Kühnert will die Meinungsverschiedenheiten in der Partei "produktiv" auflösen.

Der neue SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert will dafür sorgen, dass Meinungsverschiedenheiten innerhalb seiner Partei künftig "produktiv aufgelöst" werden. Die SPD werde nicht in eine "Bekriegung der eigenen Leute" zurückfallen, sagte der 32-Jährige am Samstagabend in den ARD-"Tagesthemen".

Die SPD habe "lange auf diesen Erfolg bei dieser Bundestagswahl hingearbeitet, wir haben tapfer gestanden, als viele uns ausgelacht haben dafür, dass wir überhaupt einen Kanzlerkandidaten aufstellen", sagte Kühnert. Diesen Erfolg dürfe die SPD "nicht dadurch gefährden oder kleinmachen, dass wir jetzt wieder in die Bekriegung unserer eigenen Leute zurückfallen". Die SPD habe aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. "Wir werden stabiler und führender Faktor dieser Ampel-Regierung sein." 

Es gebe nun hohe Erwartungen innerhalb der Partei. "Wir stellen den Kanzler, wir sind die führende Regierungspartei, wir prägen diesen Koalitionsvertrag", sagte Kühnert. "Jetzt müssen wir auch zeigen, dass wir es können." Die SPD sei "eine ungeduldige Partei, das zeichnet uns aus, und die wird uns auch Druck machen, wenn wir irgendwo nicht schnell genug sind." 

Der bisherige stellvertretende Parteivorsitzende war am Samstag auf dem SPD-Bundesparteitag mit 77,78 Prozent der Stimmen zum neuen Generalsekretär gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Lars Klingbeil an, der zum neuen SPD-Vorsitzenden an der Seite von Ko-Parteichefin Saskia Esken gewählt wurde.

bfi/noe



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