Seismik: Vibro-Truck-Tour beendet

Geophone werden in den kommenden Wochen entfernt

Münster - (SMS) - Die „Vibro-Trucks“ des Geologischen Dienstes NRW – Landesbetrieb haben nach 16 Nächten die 2D-seismischen Messungen im Stadtgebiet Münster abgeschlossen. „Mit diesen Grundlagenmessungen schaffen wir wichtige Voraussetzungen für den Einsatz neuer klimafreundlicher Energiequellen und damit einen Beitrag zur Klimaneutralität Münster 2030“, unterstreicht Umweltdezernent Matthias Peck die Bedeutung dieses Projektes für die Stadt Münster.

Mit dem Verlauf zeigt sich auch Veit Muddemann vom städtischen Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, das die Aktion begleitet hat, sehr zufrieden. „Trotz des Umfangs dieser Maßnahme hat alles weitestgehend reibungslos funktioniert“, so Muddemann. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch wurden die letzten seismischen Messungen im Stadtteil Gievenbeck vorgenommen, jetzt geht es für die großen Trucks weiter Richtung Rosendahl.

Aus dem Stadtbild werden alsbald auch die ebenfalls der Messung dienenden „Geophone“ verschwinden – bis zum Wochenende sind diese noch im Einsatz und sollen bis dahin wertvolle Daten zu den hiesigen geologischen Strukturen liefern. Voraussichtlich Mitte 2022 sind alle gesammelten Daten ausgewertet und werden dann ein umfassendes Bild zur geothermalen Charakteristik des Münsterlands geben.

Insgesamt 3.651 Geophone wurden auf der Gesamtprüfstrecke aufgestellt, davon 744 allein in Münster. Zwar sind insbesondere im Stadtgebiet einige Messgeräte mutwillig beschädigt und dies auch zur Anzeige gebracht worden, das Gesamtergebnis wird dies aber nicht beeinflussen. Rund ein Viertel aller Geophone ist bereits wieder abgebaut.

„Insbesondere die Messungen der Vibro-Trucks haben in Münster für viel Aufmerksamkeit gesorgt“, so Ingo Schäfer vom Geologischen Dienst. Trotz nächtlicher Betriebszeiten verfolgten viele Anlieger das Geschehen. „Zwar gab es auch Beschwerden über etwaige Lärmbelästigungen und Erschütterungen zu später Stunde – aber in der Hauptsache zeigten die Menschen viel Verständnis und Begeisterung für die Arbeiten.“

Auffällig war, so Muddemann in einer ersten Bilanz, dass sehr viele Bürgerinnen und Bürger bestens über die seismischen Messungen und das Landesprojekt informiert waren. Auch die Stadt Münster hatte alle Kommunikationskanäle mit Informationen zum Thema bestückt.

Die Website des Geologischen Dienstes zu den seismischen Messungen im Münsterland steht weiterhin zur Verfügung und ist erreichbar unter der Adresse https://www.seismik-muensterland.nrw/


Foto: © Mark Lubrichs



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