Proteste bei der Hauptversammlung von Siemens angekündigt

Fridays for Future hat die Entscheidung von Siemens scharf kritisiert, an der Beteiligung an einem riesigen Kohleförderprojekt in Australien festzuhalten


Der Klimaschützer Nick Heubeck von Fridays for Future hat die Entscheidung von Siemens scharf kritisiert, an der Beteiligung an einem riesigen Kohleförderprojekt in Australien festzuhalten. Diese Entscheidung passe "nicht in dieses Jahrhundert", sagte Heubeck am Montag im Bayerischen Rundfunk. Er kündigte Proteste bei der Hauptversammlung von Siemens Anfang Februar in München an. 

Der deutsche Großkonzern hatte im Juli 2019 den Auftrag für die Schienensignalanlage der vom indischen Adani-Konzern geplanten Carmichael-Mine im australischen Bundesstaat Queensland angenommen. Der Auftrag hat laut Unternehmen ein Volumen von 18 Millionen Euro.

Heubeck sagte im Bayerischen Rundfunk, dass Projekt allein "könnte die Welt über das 1,5-Grad-Ziel schon kippen". Die Entscheidung von Siemens-Chef Joe Kaeser, "drinnen zu bleiben, zeigt für mich auch, dass er seinen Ruf da auch riskieren möchte für ein paar Millionen Euro". 

"Der Protest wird auf jeden Fall weitergehen", sagte Heubeck dem Sender. Dies solle auch ein Zeichen "an die anderen Unternehmen in Deutschland sein".

Siemens-Chef Kaeser hatte am Sonntagabend mitgeteilt, der Konzern halte an dem Auftrag fest. Er müsse sich an seine vertraglichen Verpflichtungen halten. Kaeser kündigte die Gründung eines Nachhaltigkeitsrates an. Dies nannte Heubeck am Montag "eine Beruhigungspille, zumindest Stand jetzt". 

ilo/cne

© Agence France-Presse


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