Made in Germany, made in Münster

Ein Unternehmensportrait der HANSKRUCHEN GmbH - ein Juwel in Münster! Warum die Feder „Feder“ heißt und was sie mit den Alexianern zu tun hat.

Wo gibt es das heute noch? Produkte aus fast ausschließlich deutschen Rohstoffen.

Nachhaltig und umweltfreundlich hergestellt und zertifiziert in Deutschland für den deutschen Markt aber auch für den Export in 17 Länder.

Wir sprechen von der HANSKRUCHEN GmbH mit Sitz in Münster.

1900 gründete Josef Kruchen im Herzen des Münsterlandes seine Firma zunächst in Telgte.

Produziert werden seit dem Umzug nach Münster in 2018 Bettwaren, wie Decken und Kopfkissen, Matratzentopper, Kinderkissen und -schlafsäcke, Couchkissen und vieles mehr. Siegel Grüne Gans

Eine der vielen Herausforderungen sind die vielen unterschiedlichen Maße. Dabei verbindet der Anspruch handwerklicher Perfektion sich mit zukunftsorientierten, nachhaltigen Produktkonzepten. Es gibt zig verschiedene Füllungen, alle ökobiologisch geprüft und zertifiziert, bevor die Füllungen in die verschiedenen Inletts (diese werden hinzugekauft) gelangen, ein Etikett bekommen und mit dem „Grüne Gans“-Siegel für die gute Haltung der Tiere versehen werden.

Durch die einzigartige Beschaffenheit von Daunendecken kann man besonders gut darunter schlafen. Sie vereinen große Elastizität mit hoher Bauschkraft und geringem Gewicht.Mika Kaijo hat Ware aus Güstrow geholt.

40 MitarbeiterInnen aus acht Nationen packen an den Standorten Güstrow und Münster mit an. Federn und Daunen müssen zunächst getrennt werden, ehe die Ware den Weg von Güstrow nach Münster antritt. Ein häufiges Pendeln mit Kleinlastern zwischen Güstrow und Münster ist die Folge. Dabei ist jeder Freiwillige der Belegschaft, der LKW fahren kann und möchte, sehr willkommen.

Gerade in der Hauptsaison von Oktober bis Januar eines Jahres ist viel Ware zu bewegen. Gänsebraten steht saisonal auf der Speisekarte vieler Restaurants.

HANSKRUCHEN achtet genau auf die Lebensbedingungen der Gänse und Enten: Freilauf, Licht und Wasser zu jeder Zeit sind selbstverständlich, ebenso wie die Prüfung der Herkunft der Küken, das richtige Futter und die Schlachtnachweise.

Kranke Tiere werden behandelt und vom Rest der Herde bis zur Gesundung getrennt. Nach der Schlachtung werden die Tiere gerupft. Sämtliche Formen von Lebendrupf und Zwangsfütterung lehnt die HANSKRUCHEN GmbH ab. Daher kennt und überprüft Kaijo alle Bezugsquellen für Federn und Daunen persönlich.Mika Markus Kaijo erklärt die Beschaffenheit einer Feder.

Er ist mit Herzblut bei der Sache - Geschäftsführer Mika Kaijo erzählt, wie es weitergeht: Alle Federn werden mit biologischer Seife mehrfach gewaschen, mit klarem Wasser gespült und anschließend schonend getrocknet. Bei der Sortierung bleiben Federn, die zu lang für die Bettwaren sind, liegen. Zurzeit sind Versuche im Gange, diese großen Federn zu bearbeiten, um daraus Biodünger zu gewinnen.

Nichts bleibt ungenutzt! Die optimale Berücksichtigung von Ressourcen bezieht sich jedoch nicht auf die Produkte allein.

Mika Kaijo ist sich des Potentials der MitarbeiterInnen bewusst. Frisches Obst und Getränke am Tag sind ebenso selbstverständlich wie Yogaunterricht und Englisch- Sprachunterricht, für jeden Mitarbeiter und auf freiwilliger Basis natürlich. Und mit Homeschooling gab und gibt es in Corona-Zeiten auch keine Probleme. Ein Büroraum wurde hergerichtet, mit Computern bestückt und die Betreuung gewährleistet. So konnten und können sich die MitarbeiterInnen bei Bedarf auf den Betrieb und die Kinder auf die Schule konzentrieren.

Dass die Türen der Büros für jeden offen sind, ist für Kaijo ebenso normal, wie das „Du“ am Arbeitsplatz. Die Atmosphäre im Unternehmen ist ausgesprochen angenehm. Die Folge: eine extrem geringe Fluktuation der MitarbeiterInnen.


HANSKRUCHEN spendet für die Alexianer

Probesitzen auf den gespendeten Sitzsäcken. v.l.n.r.: Mika Kaijo, HANSKRUCHEN; Michael Gerdemann. Leitung Pflege- und Erziehungsdienst Don Bosco Klinik, Dr. Martina Klein Alexianer, Fundraising, Dr.Christopher Kirchhoff, Chefarzt Don Bosco Klinik
Die Hinwendung zum Menschen ist auch das verbindende Element zwischen Mika Kaijo und Dr. Martina Klein, zuständig für das Fundraising bei den Alexianern.

Kennen und schätzen gelernt haben sie sich bei einem Kongress. Man unterhielt sich und fand schon bald gemeinsame Schwerpunkte bei der Arbeit.

Was lag näher, als aus der Not (wohin mit zu großen Federn?) eine Tugend zu machen und die übergroßen, sorgfältig behandelten Federn in große Sitzsäcke zu füllen und kostenlos (als Spende) an die Alexianer zu übergeben und damit Freude zu bereiten.

Und auch hier wird auf Qualität viel Wert gelegt. Jeder Sitzsack ist doppelt genäht mit zwei Schichten eines strapazierfähigen Stoffes- so können die Kiele der Federn auch nicht pieksen- und wiegt circa 15 Kilo.

Geplant ist die Spende von insgesamt 260 Sitzsäcken an diverse Standorte der Alexianer. Die ersten 50 Säcke sind bereits ausgeliefert und haben schon große Freude beschert, nicht nur bei Martina Klein.


Bilder: HANSKRUCHEN GmbH



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