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Nordirische Parteien bilden gemeinsame Regierung

Die katholische und republikanische Sinn Fein habe sich entschieden, wieder einer gemeinsamen Regierung in Belfast beizutreten

Nach dreijähriger Blockade haben sich die rivalisierenden nordirischen Parteien Sinn Fein und DUP auf die erneute Bildung einer gemeinsamen Regierung verständigt. Die katholische und republikanische Sinn Fein habe sich entschieden, wieder einer gemeinsamen Regierung in Belfast beizutreten und Minister für diese zu benennen, sagte Parteichefin Mary Lou McDonald am Freitagabend. Ähnlich hatte sich zuvor auch die pro-britische Unionisten-Partei DUP geäußert.

Die Regierungen Großbritanniens und Irlands hatten die beiden Parteien zuvor ultimativ zu einer Einigung gedrängt. Sie legten am Donnerstag einen Kompromissvorschlag vor, um eine baldige Regierungsbildung in der britischen Provinz zu erreichen. Andernfalls kündigte die Regierung in London Neuwahlen für Nordirland an.

Nordirland hatte seit drei Jahren keine Regierung mehr. Die Koalition zwischen den lange verfeindeten Parteien Sinn Fein und DUP war im Januar 2017 zerbrochen. Das Karfreitagsabkommen von 1998, mit dem der blutige Nordirland-Konflikt überwunden wurde, sieht vor, dass die beiden größten Parteien die Macht teilen.

muk/mid