foodwatch zu Ampel-Koalition

Die Ampel-Koalition plant laut Medienberichten die Einführung einer Zuckersteuer für Erfrischungsgetränke und ein Verbot von an Kinder gerichteter Werbung für ungesunde Lebensmittel.

Dazu erklärt Saskia Reinbeck von der Verbraucherorganisation foodwatch:

"Eine Limosteuer und ein Verbot von Junkfood-Marketing an Kinder wären ein riesiger Schritt im Kampf gegen Fehlernährung und ernährungsbedingte Krankheiten - das muss jetzt klar im neuen Koalitionsvertrag festgeschrieben werden. Die Gesundheit der Verbraucher:innen und vor allem die der Kinder muss über die Lobby-Interessen der Konzerne gestellt werden und darf keine Verhandlungsmasse in Koalitionsgesprächen sein.

Deutschland hängt im internationalen Vergleich meilenweit hinterher. Andere Länder wie Großbritannien, Spanien oder Chile machen längst Ernst mit verbindlichen Maßnahmen gegen Übergewicht: Dort wurde TV- und Online-Werbung für Zuckerbomben und fettige Snacks bereits verbannt oder überzuckerte Getränke mit saftigen Steuern belegt. Statt die Lebensmittelindustrie in die Pflicht zu nehmen, hat die vergangene Bundesregierung vor allem auf das Prinzip Freiwilligkeit gesetzt – diese Strategie ist krachend gescheitert. Die neue Bundesregierung muss eine Kehrtwende einleiten.“

 

Hintergrund:

Die Lebensmittelzeitung berichtet, dass die Arbeitsgruppe "Landwirtschaft und Ernährung" der Koalitionsverhandler von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen sich auf die Einführung einer Zuckersteuer für Erfrischungsgetränke, ein Verbot von an Kinder gerichtete Werbung für ungesunde Lebensmittel und ein Bekenntnis zur Weiterentwicklung des Nutri-Scores auf europäischer Ebene geeingigt habe - siehe: https://www.lebensmittelzeitung.net/politik/nachrichten/ernaehrungspolitik-ampel-einigt-sich-auf-zuckersteuer-und-werbeverbote-162532


©foodwatch



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