Italien fürchtet Deja-vu

Vom EM-Himmel ins "Fegefeuer":

Der Zauber des magischen EM-Sommers ist verflogen, das große Zittern hat begonnen: Europameister Italien fürchtet nach dem Quali-Desaster die Geister von 2017. Wie auf dem Weg nach Russland müssen die Azzurri nach dem peinlichen 0:0 in Nordirland auch jetzt in die Play-offs. Vor vier Jahren war dort gegen Schweden Endstation.

"Ein Albtraum, aber es ist noch nicht zu Ende. Uns bleibt noch eine letzte Karte in der Hand", schrieb die Gazzetta dello Sport. "Vom Himmel der EM ins Fegefeuer", fasste Tuttosport die Lage zusammen.

Der Corriere dello Sport sieht Italiens WM-Träume "am seidenen Faden" hängen und kritisierte den schwachen Auftritt von Belfast: "Es mangelte an Persönlichkeit gegen eine Mannschaft auf dem Niveau eines Zweitligisten."

Im Fokus: Trainer Roberto Mancini und Mittelfeldlenker Jorginho. Letzterer sei "ein Gespenst auf dem Spielfeld", schimpfte die Gazzetta dello Sport.

Mancini, ergänzte das Blatt, "trägt Verantwortung für diese Pleite: Er konnte dem Abschwung nach der EM nicht entgegenwirken". Der Corriere sieht den Coach dagegen von "seinen talentierten Spielern verraten. Von jetzt bis März müssen sich die Azzurri wiederfinden".

Dann spielen die zehn Gruppenzweiten und zwei über die Nations League qualifizierte Teams um drei verbliebene WM-Tickets. Die Partien in Halbfinale und Finale werden am 26. November ausgelost, Italien ist in Topf 1 gesetzt und hat zunächst Heimrecht. 

Im Finale könnte ein Duell mit Portugal um Weltstar Cristiano Ronaldo drohen. Auch Schweden ist als Gegner wieder möglich, dazu unter anderen Polen, Österreich, Russland.

"Jetzt", sagte Mancini, "sind die Dinge kompliziert geworden." Vor der WM 2018 in Russland hatte der viermalige Weltmeister nur die Endrunde 1958 in Schweden verpasst.



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