„Du hast ein durch und durch seelsorgliches Herz“

Stellvertretender Generalvikar Dr. Reidegeld wurde verabschiedet

Münster (pbm/acl). „Du hast ein durch und durch seelsorgliches Herz, warst nie nur ein reiner Verwalter oder Kirchenrechtler“. Mit diesen Worten hat Generalvikar Dr. Klaus Winterkamp am 10. Januar seinen Stellvertreter und den Hauptabteilungsleiter im Bischöflichen Generalvikariat (BGV) in Münster, Dr. Jochen Reidegeld, verabschiedet.

Nach einem Gottesdienst im voll besetzten St.-Paulus-Dom mit Bischof Dr. Felix Genn und dem anschließenden Neujahrsempfang im Priesterseminar Borromaeum nutzten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des BGV, des Bischöflichen Offizialates und des Diözesancaritasverbandes die Gelegenheit, Reidegeld persönlich Dank auszusprechen und gute Wünsche mitzugeben. Am Sonntag, 26. Januar, wird er als Leitender Pfarrer in der Steinfurter Pfarrei St. Nikomedes eingeführt.

Reidegeld zeigte sich bewegt davon, dass er an vielen Stellen in den 13 Jahren am Offizialat (Kirchengericht) und im BGV „den Herzschlag der Kirche“ spüren durfte. „Diese Erfahrungen und Begegnungen bestätigen die Aussage des Schweizer Benediktiners Martin Werlen, von der ich tief überzeugt bin: Für die Kirche mag es an manchen Stellen vielleicht schon fünf nach zwölf sein, aber für das Evangelium steht die Tür sperrangelweit offen.“ Der scheidende stellvertretende Generalvikar dankte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren beruflichen Einsatz, „dafür, dass Sie sich über das Maß hinaus mit viel Fachkompetenz für diesen Auftrag einbringen“. Auch dankte er dafür, dass sie weiter bereit seien, in bewegten Zeiten in und für die Kirche zu arbeiten. „Ich möchte Sie einladen, Teil der notwendigen Veränderungen zu werden, die wir nur gemeinsam auf den Weg bringen können. Bringen Sie sich ein, erheben Sie Ihre Stimme und seien Sie damit Teil der Veränderung“, ermutige er.

„Du warst ein treuer, loyaler und höchst zuverlässiger Stellvertreter“, würdigte Generalvikar Winterkamp Reidegelds Dienst. Bereits während seiner Kaplanszeit in Olfen und Senden habe der fußballbegeisterte Priester seine Leidenschaft genutzt, um über die kirchlichen Aufgaben hinaus etwas zu bewegen. Reidegeld engagiert sich ehrenamtlich im Netzwerk Roter Keil. Im Kampf gegen Kinderprostitution unterstützen ihn auch Prominente, darunter Spieler und Verantwortliche des Vereins Borussia Dortmund. Gegründet hat Reidegeld außerdem die „Aktion Hoffnungsschimmer“, die sich für Flüchtlinge im Nordirak und in Syrien einsetzt. Mehrfach ist Reidegeld bereits in die Kriegs- und Krisenregion gereist.

„Mit deinem caritativen und sozialen Herz hast Du Großes bewegt“, betonte Winterkamp. Geschätzt habe er Reidegelds Weitblick – besonders für soziale, organisatorische und strukturelle Fragen. Mit seinem Optimismus, seiner Zuversicht und Sorge werde er auch als Pfarrer in Steinfurt daran mitwirken, Seelsorge zukunftsfähig zu gestalten.

Würdigende Worte fand auch die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung, Marietheres Stockhofe-Fernandes. „Es zeichnet dich aus, dass Du mit Fairness, Zuhören und Verhandlungsgeschick konfliktreiche Gespräche geführt und Sachlagen geklärt hast.“ Reidegelds Bemühen, der Sache und den Menschen gerecht zu werden, sei Kennzeichen seiner Amtszeit gewesen.

Bildunterschrift: Bischof Dr. Felix Genn bei der Verabschiedung von Dr. Jochen Reidegeld im Priesterseminar Borromaeum.

Foto: Bischöfliche Pressestelle/Julia Erhard

   


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