Zahl der Einschulungen auf Höchststand

In Deutschland sind aufgrund gestiegener Geburtenzahlen in diesem Jahr so viele Kinder eingeschult worden wie seit 14 Jahren nicht mehr.

Bundesweit begannen 771.700 Mädchen und Jungen ihre Schullaufbahn, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Dies waren demnach 21.900 oder 2,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Zuletzt waren mit 727.700 Erstklässlern im Schuljahr 2007/2008 mehr Kinder eingeschult worden.

Der starke Anstieg ist unter anderem auf höhere Geburtenraten in den Geburtsjahren der jetzigen Erstklässler zurückzuführen. So wurden im Jahr 2014 der Statistik zufolge 33.000 Kinder oder 4,8 Prozent mehr geboren als im Jahr 2013. Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Geburten nochmals um 23.000 oder 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dementsprechend gab es dem Statistischen Bundesamt zufolge zum Jahresende 2020 bundesweit rund drei Prozent mehr Kinder im einschulungsrelevanten Alter von fünf bis unter sieben Jahren als im Jahr zuvor. Die Zahl ausländischer Kinder in dieser Altersgruppe lag Ende 2020 demnach um 9,7 Prozent höher als im Vorjahr, die Zahl der Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit um 1,9 Prozent höher.

Mit 93,6 Prozent der Kinder startete der überwiegende Teil die Schullaufbahn an einer Grundschule. Drei Prozent der Erstklässler gehen in eine Förderschule, 2,4 Prozent in eine Integrierte Gesamtschule und ein Prozent in eine Freie Waldorfschule. Im Vergleich zum vergangenen Schuljahr gab es damit 3,4 Prozent mehr Einschulungen an Freien Waldorfschulen und 3,1 Prozent mehr Einschulungen an Grundschulen. An Förderschulen gab es 0,9 Prozent weniger Einschulungen.

ran/cfm




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