Rivian nimmt Zwölfmilliarden-Börsengang ein

Der US-Elektroautobauer Rivian nimmt mit dem Börsengang knapp zwölf Milliarden Dollar ein.

Der US-Elektroautobauer Rivian hat mit seinem vielbeachteten Börsengang knapp zwölf Milliarden Dollar eingenommen. Der hoch gehandelte Tesla-Konkurrent bot für seinen Start an der New Yorker Wall Street am Mittwoch 153 Millionen Aktien zu einem Preis von 78 Dollar an. Das bringt dem 2009 gegründeten Startup-Unternehmen aus Kalifornien 11,9 Milliarden Dollar (knapp 10,3 Milliarden Euro) ein.

Bewertet wird der Elektroautobauer, der auf Pickups, SUVs und Lieferwagen setzt, mit 67,9 Milliarden Dollar, Aktienoptionen nicht eingerechnet. Rivian kommt damit in die Nähe des US-Autoriesen Ford, der einen Marktwert von rund 80 Milliarden Dollar hat - und das, obwohl die ersten Rivian-Fahrzeuge erst kürzlich vom Band liefen.

Rivian hatte vergangene Woche für seine Aktien noch eine Preisspanne von 57 bis 62 Dollar anvisiert. Der Ausgabepreis lag nun mit 78 Dollar deutlich höher.

Inmitten einer wachsenden Nachfrage nach Elektroautos setzen Anleger große Hoffnungen in das Unternehmen, an dem Ford und der Onlineriese Amazon Anteile halten. Amazon hat den Kauf von 100.000 elektrischen Lieferwagen zugesagt.

Der von Robert Scaringe gegründete Autohersteller lieferte seine ersten Pickups namens R1T im September aus. SUVs für Privatkunden ab einem Preis von rund 70.000 Dollar sollen im Dezember folgen. Das Startup hatte 2020 einen Verlust von rund einer Milliarde Dollar gemacht.

Rivian will den Erfolg von Tesla kopieren, dessen Aktienpreis in den vergangenen Monaten durch die Decke gegangen ist. Neben zahlreichen Startups setzen auch große traditionelle Autobauer zunehmend auf Elektrofahrzeuge. Das spiegelt die langsame Abkehr von Autos mit Verbrennungsmotoren im Kampf gegen die Erderwärmung wider.

fs/jm



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