WWU-Podcast über Künstliche Intelligenz

Informatiker Benjamin Risse: "Wir brauchen eine Entmystifizierung des KI-Begriffs".

Für die einen ist Künstliche Intelligenz (KI) ein Hoffnungsträger, für die anderen eine Bedrohung ihrer Autonomie. Ob uns intelligente Systeme und Maschinen in der gesellschaftlichen Entwicklung eher helfen oder behindern, erklärt Prof. Dr. Benjamin Risse, der am Institut für Informatik der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster forscht und lehrt, im Podcast. Das größte Potenzial sieht er in der Medizin: „KI-Verfahren können vor allem den klinisch arbeitenden Mediziner bei Diagnosen unterstützen. Hier werden wir sicher in den kommenden Jahren noch einige Überraschungen erleben.“


Mit dem Einsatz der neuen Technologien müsse seiner Ansicht nach allerdings eine „Entmystifizierung des Begriffs“ einhergehen. Gerade in diesem Forschungsfeld sei Wissenschaftskommunikation von besonderer Bedeutung. Der Informatiker hält den Begriff Künstliche Intelligenz beispielsweise für problematisch: „Besser wäre es, von ‚Mustererkennung‘ zu sprechen. Die Erwartungshaltung ist in diesem Fall eine völlig andere.“


Im Gespräch geht es außerdem um die Frage, ob Künstliche Intelligenz diskriminierend sein kann. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Vorwürfe, dass algorithmisch arbeitende Systeme bestimmte Personengruppen benachteiligen.


Über den WWU-Cast


Im Podcast der WWU kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen zu Wort. Sie berichten über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Alle Folgen sind auf Spotify, Deezer, Apple Podcasts und unter folgendem Link zu hören: go.wwu.de/wwucast

Bild: Pixabay 

© WWU Münster 



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