Virchow Foundation für Globale Gesundheit

Regierungspräsidentin Dorothee Feller hat heute (Montag, 8. November) die Anerkennungsurkunde für die Stiftung „Virchow Foundation für Globale Gesundheit“ überreicht.

Sie agierte somit stellvertretend für die Stifter Prof. Dr. Detlev Ganten, Roland Göhde, Prof. Dr. Gerald Haug, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Christoph Markschies und Dr. h. c. mult. Friede Springer an Roland Göhde. Die Stiftung will als angesehene internationale Plattform das Bewusstsein für globale Gesundheitsthemen gezielt und umfassend in der Öffentlichkeit national und international fördern und verankern.

In diesem Kontext sollen die komplexen Zusammenhänge zwischen medizinischen, politischen, ökonomischen und sozialen Faktoren in geeigneter Weise bewusstgemacht und weitergetragen werden. Dieses soll gefördert werden durch ein gemeinsames Engagement von angesehenen Persönlichkeiten und Organisationen, die sich dem Ziel verpflichten, zu einer nachhaltigen Verbesserung der weltweiten Gesundheit beizutragen.

Damit würdigt, unterstützt und bezieht sich die „Virchow Foundation für Globale Gesundheit“ insbesondere auch auf die Bemühungen der Vereinten Nationen, unseren Planeten Erde für ein gesundes Leben im Sinne der umfassenden Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erhalten.

Der von der „Virchow Foundation für Globale Gesundheit“ initiierte und getragene „Virchowpreis für Globale Gesundheit“ würdigt in diesem Sinne Innovationen von herausragender Bedeutung mit positiven und nachhaltigen Auswirkungen auf das weite Feld der Globalen Gesundheit. Herausragende Persönlichkeiten oder Organisationen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, die Gesundheit der Weltbevölkerung zu verbessern, sei es durch wissenschaftliche und gesellschaftliche, insbesondere soziale, technologische oder wirtschaftliche Errungenschaften und Innovationen, sollen über die international hochrangige Auszeichnung eine personelle Identifikation für diese großen Herausforderungen geben. Sie sollen aber auch für ihr Engagement für globale Gesundheit in besonderer Weise ausgezeichnet werden.

Im Oktober 2022 soll dieser Preis zum ersten Mal vergeben werden.

Am 24. Oktober 2021 wurde der neue Preis im Rahmen der Eröffnungszeremonie des diesjährigen World Health Summit in Berlin, auf der unter anderem auch UN-Generalsekretär Guterres, EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen, WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus und Bundesgesundheitsminister Spahn unter den Grußwortgebern und Sprechern waren, der anwesenden Global Health-Community, einige Hunderte im Plenarsaal sowie einige Tausende digital Teilnehmende, erstmalig öffentlich vorgestellt.

Außerdem sollen Forschungsprojekte und die Anwendung von Forschungsergebnissen gefördert werden. Um die Vernetzung von Akteur*innen und Gruppen mit Bezug zu globaler Gesundheit voran zu bringen, werden Symposien und Konferenzen in diesem Bereich gefördert.

Anlässlich des diesjährigen 200. Geburtstags von Rudolf Virchow (geboren am 13. Oktober 1821), Arzt an der Charité in Berlin und Vater der Berliner Schule für Medizin, wurde die Stiftung bereits an diesem Tag als rechtsfähig anerkannt. Virchow hat bei seiner Arbeit alle fortschrittlichen wissenschaftlichen Methoden in Optik, Physik, Chemie und anderen Wissenschaften benutzt, um ein neues Konzept für Gesundheit und Krankheit zu entwickeln. Er vereinte in seiner Person das interdisziplinäre Streben nach einem ganzheitlichen Ansatz. „Die Medizin ist eine soziale Wissenschaft und die Politik ist weiter nichts als Medizin im Großen“, wird Virchow häufig zitiert.


Die „Virchow Foundation für Globale Gesundheit“ ist die 228. Stiftung in Münster und die 697. Stiftung im Regierungsbezirk Münster.


Bildzeile: Regierungspräsidentin Dorothee Feller (links) überreicht die Anerkennungsurkunde für die „Virchow Foundation für Globale Gesundheit“ an Roland Göhde


©Bezirksregierung Münster



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