Bundesregierung sollte in Iran-Diplomatie aktiver auftreten

Die Bundesregierung müsse "jetzt endlich eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beantragen", sagte er.

Der FDP-Außenexperte Alexander Graf Lambsdorff hat die Bundesregierung zu einer aktiveren Rolle in der Krise um den Iran aufgefordert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Außenminister Heiko Maas (SPD) "müssen jetzt aus der Zuschauerrolle rauskommen", sagte Lambsdorff am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Bundesregierung müsse "jetzt endlich eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates beantragen", sagte er.

Eine solche Sitzung des New Yorker Gremiums wäre "der richtige Rahmen, um mit den USA über ihre Strategie im Nahen Osten und Schritte zur Verhinderung eines atomaren Wettrüstens in der Region zu sprechen", sagte Lambsdorff. "Gleichzeitig könnten dort die anderen betroffenen Länder gehört werden, vor allem Israel und Saudi-Arabien."

US-Präsident Trump habe am Mittwoch "sehr deutlich gemacht, dass er keine militärische Eskalation mit dem Iran will", sagte Lambsdorff. "Das öffnet die Chance für eine diplomatische Lösung des Konflikts." Klar sei: "Deutschland muss international mehr Verantwortung übernehmen."

Mit der Lage der Region um den Iran befassen sich am Nachmittag auch die Bundestagsausschüsse für Verteidigung und Äußeres. Sie kommen in Berlin zu Sondersitzungen zusammen.

pw/jp

© Agence France-Presse


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