COP26 beginnt mit Warnungen

Die Weltklimakonferenz beginnt mit eindringlichen Warnungen vor den Folgen der Erderwärmung.

Die Weltklimakonferenz (COP26) in Glasgow hat mit eindringlichen Warnungen vor den Folgen der Erderwärmung begonnen. Die diesjährige Konferenz sei die "letzte, beste Hoffnung", um das sogenannte 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, sagte COP26-Präsident Alok Sharma am Sonntag zum Auftakt des Treffens. Vertreter von rund 200 Staaten verhandeln in Glasgow über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

Bereits jetzt seien die Folgen der Erderwärmung weltweit in Form von "Überflutungen, Zyklonen, Waldbränden und Rekordtemperaturen" zu spüren, sagte Sharma. "Wir wissen, dass sich unser Planet zum Schlechteren entwickelt", warnte er. "Wenn wir jetzt handeln und wenn wir gemeinsam handeln, können wir unseren wertvollen Planeten schützen."

Bei der Weltklimakonferenz von Paris vor sechs Jahren hatten sich die Staaten auf eine Reduzierung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, idealerweise aber auf 1,5 Grad, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter geeinigt. Derzeit steuert die Erde nach UN-Angaben aber auf eine gefährliche Erwärmung um 2,7 Grad zu.

Wissenschaftler und Klimaaktivisten kritisieren die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen als unzureichend. Im Vorfeld hatte es deshalb enorme Zweifel am Erfolg der Konferenz gegeben. Für Montag und Dienstag werden mehr als hundert Staats- und Regierungschefs in Glasgow erwartet, darunter auch Bunedskanzlerin Angela Merkel (CDU).

isd/jes



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