KI auf dem Lehrplan

Die Bund-Länder-Förderinitiative "Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung" unterstützt landesweit innovative KI-Projekte und will KI somit als disziplinübergreifendes Nebenfach an der LMU etablieren.

Im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative "Künstliche Intelligenz in der Hochschulbildung" hat ein Expertengremium auch das Programm "AIM@LMU" ausgewählt. Es wird vom kommenden Jahr an über einen Zeitraum von vier Jahren mit insgesamt knapp zwei Millionen Euro unterstützt. Damit soll "Künstliche Intelligenz" als breit gefächertes, disziplinübergreifendes Nebenfach an der LMU etabliert werden. "Die AIM@LMU Initiative stellt seitens der Lehre eine ideale Ergänzung der Forschungsstrategie der LMU dar und komplementiert insbesondere auch die etwa im Rahmen der Hightech Agenda Bayern geschaffenen 15 neuen KI-Professuren", schreiben die Antragsteller um Prof. Eyke Hüllermeier. "AIM@LMU passt auch wunderbar zu unseren geplanten Lehraktivitäten im Munich Center for Machine Learning (MCML)", sagt Bernd Bischl, Mitantragsteller und Co-Direktor des MCML. "Wir planen daher, AIM mit Personalmitteln zu unterstützen, sofern das MCML in ein stetiges Institut umgewandelt wird." 

Mit der Förderinitiative, die mit rund 133 Millionen Euro ausgestattet ist und nun deutschlandweit 81 Hochschulen erreicht, streben Bund und Länder an, die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz (KI) wirksam in der Breite des Hochschulsystems zu entfalten, heißt es in einer Erklärung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), die für die Vergabe zuständig ist. Gefördert werden nun einerseits Maßnahmen, die zur Qualifizierung zukünftiger akademischer Fachkräfte beitragen, andererseits Hochschulen, wenn sie KI-gestützte Lern- und Prüfungsumgebungen entwickeln und ausgestalten wollen. 

Das LMU-Projekt reagiert gezielt auf die rasanten Entwicklungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernens (ML), die nicht nur mit tiefgreifenden Veränderungen unserer Gesellschaft, der Industrie und der Wirtschaft einhergehen, sondern auch zunehmend andere Wissenschaftsgebiete beeinflussen, in denen KI-Methoden neue Forschungsperspektiven eröffnen. Künstliche Intelligenz ist eine der Schlüsseltechnologien der Zukunft, der Bedarf an Spitzenkräften in Deutschland und Europa daher groß. Ein grundlegendes Verständnis von Konzepten und Methoden der KI sowie deren Potenziale, Risiken und Grenzen sei deshalb nicht nur für Studierende der Informatik und verwandter Fächer von fundamentaler Bedeutung, sondern werde auch für Studierende gänzlich anderer Fachdisziplinen immer wichtiger, so die Verantwortlichen des LMU-Programms. 

Zentral sei auch der interdisziplinäre Aspekt. Das Zusammenwirken im Rahmen einer gemeinsamen Nebenfachausbildung unterstützt die Vernetzung der neuen KI-Professuren und wird über die Lehre hinausreichende, nachhaltige Synergieeffekte entfalten. An der LMU sind hier auch eine Reihe öffentlicher Veranstaltungen geplant, etwa eine neue Ringvorlesung zum Thema Künstliche Intelligenz im kommenden Wintersemester. 


©Universität München



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