Das kleine Rathaus vor Ort

Top-Bewertung für Münsters Bürgerbüros und Bezirksverwaltungen

Münster - (SMS) -  Die Bürgerinnen und Bürger Münsters sind mit dem Service ihrer Bürgerbüros und Bezirksverwaltungen offenbar zufrieden – zu diesem Ergebnis kommt ein Ranking des Verbraucherschutzverbandes Berlin/Brandenburg (VSVBB). Um herauszufinden, in welcher deutschen Stadt es die beliebtesten Behörden gibt, hat der VSVBB mehr als 32.000 Bewertungen von 344 Behörden in Deutschlands 40 größten Städten analysiert.   

Die Stadt Münster liegt in der Beliebtheitsskala auf Platz 15 – und damit über dem Durchschnitt. Die Bürgerämter der Stadt haben durchschnittlich 3,79 von möglichen 5 Sternen erhalten. Im Sonderranking der bestbewerteten Behörden Deutschlands schafft es die Bezirksverwaltung West, Roxel mit 71 Bewertungen und 4,5 Sternen im Durchschnitt sogar auf den zehnten Platz. "Wir haben uns wahnsinnig über dieses Ergebnis gefreut. Aber wir waren auch überrascht, weil wir im Vorfeld nichts von einer solchen Auswertung wussten", sagt Stefanie Remmers, Leiterin der Bezirksverwaltung West, Roxel. 

 

"Kein Fall ist wie der andere"

Ob ein neuer Personalausweis, eine Meldebescheinigung oder ein Führungszeugnis – der Gang zum Bürgeramt kann verschiedene Gründe haben. Vielen mag der Unterschied zwischen Bürgerbüro und Bezirksverwaltung dabei gar nicht bekannt sein: Als kreisfreie Stadt ist Münster gesetzlich verpflichtet, Bezirksverwaltungen einzurichten. "In den Bezirksverwaltungen gibt es zugeordnete Bürgerbüros, die bestimmte Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger in dem entsprechenden Stadtbezirk anbieten", sagt Stefanie Remmers.  

Zusätzlich zu den klassischen Leistungen des Bürgerbüros bieten die Bezirksverwaltungen weitere Dienstleistungen an – so beispielsweise ein Fundbüro, die Weiterleitung von Anfragen an andere Ämter oder die Aushändigung von Formularen. Eine Statistik, welche Dienstleistungen am häufigsten angefragt werden, führt die Stadt Münster dabei nicht: "Die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger sind täglich individuell. Egal wie lange man schon hier arbeitet, kein Fall ist wie der andere", sagt Remmers. Und: "Es gibt immer wieder Ausnahmeerlebnisse – seien es anonyme Geburten, Lebensbescheinigungen oder auch die Bestätigung gleich mehrerer Staatsangehörigkeiten."  

Neue Normalität hat Einzug gehalten 

Diese Abwechslung sei auch der Grund, warum ihr und ihren Kolleginnen die Arbeit in der Bezirksverwaltung West, Roxel täglich aufs Neue Spaß mache. "Das spiegelt sich auch in der Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger – und in der guten Bewertung der Stadt Münster im VSVBB-Ranking wider", fügt sie hinzu. Coronabedingt sind aktuell zwar drei münstersche Bürgerbüros geschlossen, auch hat die Pandemie den Arbeitsalltag in den Behörden verändert. "Aber sowohl die Mitarbeitenden, als auch die Bürgerinnen und Bürger haben sich an die neue Normalität gewöhnt", resümiert Remmers. Neuerungen wie die Terminvereinbarung seien sicherlich Maßnahmen, die auch in Zukunft für einen noch besseren Service vor Ort beibehalten werden.   

"Gerade durch Corona erhalten wir verstärkt Anfragen online", so Remmers weiter. Bemerkbar mache sich die Pandemie aktuell außerdem in der verstärkten Nachfrage nach Pässen, deren Beantragung viele Bürgerinnen und Bürger aufgrund der Reiserestriktionen auf dieses Jahr verschoben haben.   

Neue Serviceangebote 

Was sich da möglicherweise noch nicht zu allen herumgesprochen haben mag, sind junge Serviceangebote der Stadt wie dieses: Um längere Wege oder Aufenthalte zu vermeiden, können sich Bürgerinnen und Bürger beispielsweise ihren Ausweis per Fahrradkurier nach Hause liefern lassen. Dabei handelt es sich neben der Online-Terminvereinbarung um eine weitere Modernisierungsmaßnahme des Amtes. "Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass viele den Service noch gar nicht anfragen, sondern lieber persönlich vorbeikommen", sagt Remmers. Ein weiteres Angebot ist das kurzfristig eingerichtete Pass- und Ausweisbüro im Salzhof (Salzstraße 26), in dem die Beantragung von Ausweisdokumenten (nur Kartenzahlung) ebenfalls möglich ist.

Für Oberbürgermeister Markus Lewe haben diese Erfahrungswerte, aber auch das VSVBB-Städteranking eine besondere Bedeutung: "Die gute Bewertung der Bürgerämter freut mich sehr und zeichnet das besondere Engagement der Kolleginnen und Kollegen vor Ort aus. Sie zeigt aber auch, wie wichtig die Modernisierung und Digitalisierung der gesamten Verwaltung ist. Eine moderne, agil arbeitende Stadtverwaltung, die sich als Dienstleister der Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen versteht, ist für mich das Rückgrat der zukunftsfähigen Stadt." 


Das gesamte Ranking finden Sie hier: https://vsvbb.de/behoerden-ranking/

 

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Drei Fragen an … Stefanie Remmers

(Leitung Bezirksverwaltung West)

Frau Remmers, was macht die BV West so besonders und wie erklären Sie sich die gute Bewertung?

Wir sind kein klassisches Verwaltungsgebäude, sondern haben aufgrund unserer Größe den Vorteil, dass sich Menschen direkt besser zurechtfinden, und damit vielleicht ein etwas persönlicheres, eher familiäres Gefühl entsteht. Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich bei uns gut aufgehoben und wertgeschätzt – sie kommen gerne zu uns. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten auch unsere sechs Mitarbeiterinnen. Sie gehen individuell auf die Bürgerinteressen ein und versuchen, alles möglich zu machen.   

Inwiefern hat sich Ihr Arbeitsalltag im Vergleich zur vorpandemischen Lage verändert?    

Vor Corona waren unsere Türen während der Öffnungszeiten für alle Bürgerinnen und Bürger geöffnet, sie wurden nach Nummern zu einem unserer zwei Bedienplätze aufgerufen. Bedingt durch Corona gibt es nun eine Terminsoftware, über die Bürgerinnen und Bürger vorab einen Termin bei uns buchen können. Zusätzlich haben wir einen Sicherheitsdienst vor Ort, der den Einlass regelt. Außerdem gibt es einen dritten Bedienschalter für Kurzkontakte wie beispielsweise die Abholung eines Ausweises oder Beantragung eines Führungszeugnisses. Die Kolleginnen können sich nun individuell auf den Termin vorbereiten – und gleichsam müssen die Bürgerinnen und Bürger weniger Wartezeit in Kauf nehmen. Auch "Notfälle" versuchen wir so gut wie eben möglich zu berücksichtigen. Mittlerweile ist dieser Arbeitsalltag für uns zur neuen Normalität geworden. 


Welche Bedeutung hat die Präsenz der Bürgerbüros und Bezirksverwaltungen in der heutigen Online-Zeit noch?

Das ist sicherlich eine Generationenfrage. Der persönliche Kontakt der Bürgerinnen und Bürger hat nach wie vor einen höheren Stellenwert. Vielen fehlen auch einfach die Kenntnisse, um im Internet Behördengänge zu erledigen. Außerdem sind gar nicht alle Dienstleistungen online möglich: Wer ein Ausweisdokument beantragen möchte, muss ja – zumindest Stand jetzt – persönlich präsent sein für die Abgabe seiner Unterschrift und Fingerabdrücke.

 

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Bezirksverwaltungen und Bürgerbüros in Münster 


Bezirksverwaltung Hiltrup  

Montag - Freitag 8 - 12 Uhr

Montag und Donnerstag 14 - 18 Uhr


Bezirksverwaltung Mitte  

Montag - Donnerstag 8 - 18 Uhr

Freitag 8 - 12 Uhr 


Bezirksverwaltung Nord (inkl. der Sprechzeit des Bürgerbüros Coerde)

Montag - Freitag 8 - 12 Uhr      

Dienstag und Donnerstag auch 14 - 18 Uhr   


Bezirksverwaltung Ost  

Montag, Dienstag, Mittwoch 8 - 12 Uhr

Dienstag, Donnerstag 14 - 18 Uhr 


Bezirksverwaltung Südost (inkl. der Sprechzeit des Bürgerbüros Gremmendorf)

Montag - Freitag 8 - 12 Uhr

Montag, Mittwoch und Donnerstag auch 14 - 18 Uhr 


Bezirksverwaltung West, Roxel (inkl. der Sprechzeit des Bürgerbüros Gievenbeck)

Montag - Freitag 8 - 12 Uhr

Dienstag und Donnerstag auch 14 - 18 Uhr 


Bürgerbüro Coerde

Geschlossen, Sprechzeit in der BV Nord 


Bürgerbüro Gievenbeck  

Geschlossen, Sprechzeit in der BV West 


Büro Gremmendorf

Geschlossen, Sprechzeit in der BV Südost


Bitte vereinbaren Sie vorab online oder telefonisch einen Termin. Besuchen Sie den Bürgerservice der Stadt Münster online:  https://www.stadt-muenster.de/buergerservice/startseite



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