Kerstin Hensel übernimmt vierte Poetikdozentur

"Närrin auf schwarzem Grund": Erste öffentliche Veranstaltung mit Schriftstellerin am 25. Oktober

Die Lyrikerin und Prosa-Schriftstellerin Kerstin Hensel schließt sich im laufenden Wintersemester dem Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster an. Unter dem Titel „Närrin auf schwarzem Grund“ übernimmt sie ab dem 25. Oktober die inzwischen vierte Poetikdozentur des Instituts am Schlossplatz.

In der dortigen Aula hält sie drei öffentliche Vorlesungen. Sie spricht über das Verhältnis von Erheiterung und Schrecklichem, diskutiert die Freiheit von Dichtern, die Verbindung von Kunst und Leben und die Zeitlichkeit von Literatur und Erleben. Im Dezember liest Kerstin Hensel zudem in der Studiobühne und richtet im Januar zum Abschluss der Dozentur gemeinsam mit der Literaturwissenschaftlerin Carola Wiemers und der Künstlerin Ruth Tesmar einen öffentlichen Abend aus – ebenfalls in der Studiobühne. Die erste öffentliche Vorlesung findet am 25. Oktober ab 18.15 Uhr in der Aula des Vom-Stein-Hauses (Schlossplatz 34) statt. Titel der Auftaktveranstaltung ist „Närrin auf schwarzem Grund – Über Tragisches und Schreckliches in Gestalt des Komischen“. Soweit es die pandemische Lage zulässt, finden die Veranstaltungen in Präsenz statt. Derzeit gilt dafür die 3G-Coronaschutz-Regel.

Die Poetikdozentur des Germanistischen Instituts der WWU ermöglicht Studierenden und der Öffentlichkeit die Begegnung mit aktueller Literatur und einen Einblick in die Denk- und Arbeitsweisen wichtiger Autoren. Kerstin Hensel ist nach Monika Rinck (2015), Kathrin Passig (2017) und Milo Rau (2019) die vierte Literaturschaffende, die als Poetikdozentin an der Universität Münster gastiert.


Über die Autorin

Die 1961 in Chemnitz geborene Kerstin Hensel studierte in der DDR am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Erste Gedichte erschienen 1986 im Poesiealbum, gefolgt von Erzähltexten wie „Hallimasch. Erzählungen“ 1989 und 1991 dem Romandebüt „Auditorium panopticum“. Kerstin Hensel war Stipendiatin der Villa Massimo in Rom und ist seit 2012 Mitglied in der Akademie der Künste in Berlin.

Sie hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, zum Beispiel den Leonce- und Lena-Preis der Stadt Darmstadt und den Ida-Dehmel-Literaturpreis. Ihr Erzählstil ist geprägt von einem humorigen, ironischen, bisweilen sarkastischen Spiel mit Sprache. In ihrem vielgestaltigen Werk stellt sie nicht nur Verbindungen zu anderen literarischen Texten und Gattungen her, etwa zu Goethe oder klassischen Märchen - sie übt auch Gesellschaftskritik. In diesem Jahr befasste sich Kerstin Hensel im Rahmen von Kommentaren im Deutschlandfunk Kultur mit Kritik und Empfindlichkeit sowie der Arroganz von Eliten.


Universität Münster


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