EEG-Umlage sinkt deutlich

Die Umlage zur Finanzierung des Ausbaus der erneuerbaren Energien sinkt 2022 deutlich.

Ab dem kommenden Jahr beträgt die EEG-Umlage 3,723 Cent pro Kilowattstunde statt wie bisher 6,5 Cent, wie die vier Übertragungsnetzbetreiber am Freitag mitteilten. Damit könnte der Strompreis sinken.

Wichtigster Grund für die Senkung sind den Angaben zufolge der derzeit hohe Börsenstrompreis und der dadurch hohe EEG-Kontostand. Betreiber von Ökostrom-Anlagen, die Strom in das Netz der öffentlichen Versorgung einspeisen, erhalten dafür eine festgelegte Vergütung. Die Übertragungsnetzbetreiber verkaufen den eingespeisten Strom dann an der Strombörse. Da die Preise an der Börse unter den gesetzlich festgelegten Vergütungssätzen liegen, wird den Netzbetreibern der Differenzbetrag erstattet. Steigt der Börsenpreis, sinkt also die Umlage.

Der Marktpreis für Börsenstrom lag den Betreibern zufolge Anfang Oktober rund 152 Prozent über dem Wert, der im vergangenen Jahr für 2021 angenommen wurde. 

Die Umlage nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) wird seit 2000 erhoben. Bei Einführung betrug die Umlage 0,19 Cent pro Kilowattstunde Strom - seitdem stieg sie in den allermeisten Jahren, zuletzt sank sie hingegen 2018 und 2019 leicht. Ein neuer Anstieg konnte zuletzt nur durch den Bundeszuschuss vermieden werden.

Der Bundeszuschuss beträgt 0,934 Cent und wird in diesem Jahr ausschließlich aus den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung finanziert, wie die Betreiber mitteilten. Ohne den Zuschuss läge die EEG-Umlage also im kommenden Jahr bei knapp 4,7 Cent.

hcy/ilo



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