Junge Union dringt auf Einbindung

Vor Beratungen der CDU-Spitzengremien am Vormittag dringt die Junge Union erneut auf eine stärkere Einbindung der Parteibasis in den anstehenden Erneuerungsprozess.

"Wir müssen schon sehen, dass unsere Mitglieder heute viel selbstbewusster geworden sind, als das vielleicht noch vor ein paar Jahren der Fall gewesen ist", sagte der JU-Vorsitzende Tilman Kuban dem Sender rbb. 

Daraus entstehe "natürlich auch ein Wunsch danach, mitzuentscheiden und nicht nur darüber mitzudiskutieren und mitzureden", sagte Kuban weiter. "Und diesem Wunsch müssen wir schon nachkommen, wenn wir am Ende eine moderne Volkspartei sein wollen und wenn wir attraktiv für neue, gerade auch junge Mitglieder sein wollen."

Ein bindender Mitgliederentscheid über die Nachfolge von Parteichef Armin Laschet sei dafür nicht unbedingt notwendig, fügte Kuban hinzu. Möglich sei auch eine Mitgliederbefragung, deren Ergebnis dann den Delegierten eines Parteitages mit auf den Weg gegeben werde. "Da, denke ich, kann man gemeinsam gute Wege finden", äußerte sich Kuban optimistisch.

CDU-Präsidium und -Vorstand beraten am Vormittag über die personelle und inhaltliche Neuaufstellung der Partei nach der Niederlage bei der Bundestagswahl. Laschet hat seinen Rückzug angeboten, möchte aber den Übergangsprozess moderieren. Er will den Spitzengremien einen Plan für einen Sonderparteitag unterbreiten, bei dem die Parteispitze neu besetzt werden könnte. Als Ziel gibt Laschet aus, "dass wir mit neuen Persönlichkeiten einen Neuanfang machen".

bk/hcy



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