US-Verband leitet Untersuchungen ein

Missbrauchsskandal:

Nach den massiven Vorwürfen der sexuellen Nötigung in der amerikanischen Frauenfußball-Profiliga NWSL hat der US-Verband die ehemalige Staatsanwältin der US-Verband die ehemalige Staatsanwältin Sally Q. Yates mit der Untersuchung der Fälle beauftragt. Sie besitze eine "umfassende Erfahrung in der Durchführung komplexer und hochsensibler Ermittlungen" und erhalte "volle Autonomie, Zugang und die notwendigen Ressourcen, um die Fakten und Beweise zu verfolgen, wohin sie auch führen mögen", teilte US Soccer mit.

Die Spielerinnen Sinead Farrelly und Meleana Shim hatten in einem Artikel des Internet-Portals The Athletic die mutmaßlichen sexuellen Übergriffe ihres Ex-Trainers Paul Riley geschildert. Der NWSL-Klub North Carolina Courage entließ daraufhin den Engländer, der US-Verband entzog ihm die Lizenz. Riley bestreitet die Vorwürfe, die heftige Reaktionen im Land der Weltmeisterinnen nach sich zogen.

Riley ist bereits der dritte NWSL-Coach, der dieses Jahr wegen Fehlverhaltens entlassen wurde. Ein vierter Fall ereignete sich bei OL Reign, seit Sommer der Klub von Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan, wo Farid Benstiti zurücktrat. Die Spielerinnenvereinigung NWSLPA sprach von "systemischen Missbrauch".

Im Zuge der Enthüllungen waren alle Spiele der Liga am Wochenende abgesagt worden. Am Freitag erklärte zudem Liga-Chefin Lisa Baird ihren Rücktritt.



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