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Suu Kyi plädiert auf nicht schuldig

Suu Kyi plädiert in Prozess wegen Aufruhrs in Myanmar auf nicht schuldig.

Die von der Junta in Myanmar entmachtete Politikerin Aung San Suu Kyi hat im gegen sie geführten Prozess wegen angeblicher Anstachelung zum Aufruhr auf nicht schuldig plädiert. Wie ihr Anwalt Khin Maung Zaw am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP sagte, schien die 76-jährige Friedensnobelpreisträger bei der Gerichtsanhörung wieder bei "guter Gesundheit". Vergangene Woche hatte sie eine Anhörung wegen gesundheitlicher Probleme verpasst.

Das Militär hatte Anfang Februar die Macht in Myanmar an sich gerissen, die bis dahin amtierende De-facto-Regierungschefin Suu Kyi steht seitdem unter Hausarrest und wurde mit einer Reihe strafrechtlicher Anschuldigungen überzogen. Gerichtstermine sind die einzigen Gelegenheiten, bei denen sie abgesehen von Treffen mit ihren Anwälten noch Kontakt zur Außenwelt hat. Am 1. Oktober soll sie auch wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht erscheinen.

Laut Suu Kyis Anwalt ging es am Dienstag vor allem um die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, Suu Kyi habe während der Parlamentswahl im vergangenen Jahr Corona-Regeln missachtet. Die Friedensnobelpreisträgerin von 1991 steht auch wegen des Imports von Funkgeräten ohne Genehmigung vor Gericht.

Suu Kyis Partei hatte bei der Wahl im November 2020 einen klaren Sieg eingefahren. Das Militär begründete seine Machtübernahme mit angeblichem Wahlbetrug. Die Junta sieht sich seit dem Putsch massiven Protesten gegenüber. Beim gewaltsamen Vorgehen der Armee gegen Demonstranten wurden nach Angaben örtlicher Aktivisten mehr als 1100 Menschen getötet; die Junta spricht von deutlich niedrigeren Zahlen.

fml/ju