Dieselskandal - Prozessbeginn

Vor dem Landgericht Braunschweig hat der Mammutprozess im VW-Dieselskandal begonnen. Stehen vor Gericht die "Bauernopfer"?

LG Braunschweig – Dieselskandal/VW-Führungskräfte: Vor dem Landgericht Braunschweig hat der Mammutprozess im VW-Dieselskandal begonnen. Angeklagt sind neben dem Ex-Konzernchef Martin Winterkorn vier weitere ehemalige VW-Führungskräfte. Die Staatsanwaltschaft wirft den Managern und Ingenieuren gewerbs- und bandenmäßigen Betrug sowie teilweise Steuerhinterziehung und strafbare Werbung vor.

Die geplanten Sitzungen mit Winterkorn trennte das Gericht "zur gesonderten Verhandlung und Entscheidung" ab, da dieser aus gesundheitlichen Gründen momentan nicht verhandlungsfähig sei und der Prozessbeginn nicht noch ein weiteres Mal verschoben werden sollte.

Am ersten Prozesstag wurde die Anklage verlesen. Der Anwalt des Angeklagten Thorsten D. kündigte Aussagebereitschaft seines Mandanten an, der immer versucht habe, die Manipulationen zu stoppen. Die Anwältin von Heinz-Jakob N. beantragte das Verfahren auszusetzen, weil das Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Es berichten FAZ (Christian Müßgens), SZ (Max Hägler), taz, Hbl (Rene Bender), LTO und tagesschau.de (Kolja Schwartz).

Thomas Fromm (SZ) befürchtet, dass durch die Abtrennung des Winterkorn-Prozesses der Fokus vor allem auf den angeklagten Ingenieuren liegen werde. Dabei müsse sich der Prozess bei einem so streng hierarchischen System wie im Volkswagen-Konzern vor allem auf die "obersten Chefs" konzentrieren, die die Verantwortung für das Unternehmen trugen und "das System erst zu dem machten, was es war".

LTO



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