Ermittlungen: russischer Cyberangriff

Der Generalbundesanwalt hat ein Ermittlungsverfahren zum Vorwurf von Cyberangriffen Russlands im Zusamenhang mit der Bundestagswahl eingeleitet.

Ein Sprecher der Behörde in Karlsruhe bestätigte am Donnerstag, dass es sich um den "Verdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit" handele. Die Bundesregierung hatte Anfang der Woche scharf gegen russische Beeinflussungsversuche vor der Bundestagswahl protestiert. Für die Angriffe machte sie eine Hackergruppe namens "Ghostwriter" verantwortlich, hinter der der russische Militärgeheimdienst GRU stehen soll.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts hatte am Montag eine sofortige Einstellung der Cyber-Kampagnen gefordert und andernfalls der russischen Regierung mit Konsequenzen gedroht. Im Vorfeld der Bundestagswahl sei "unter anderem mit Phishing-Emails" versucht worden, an persönliche Anmeldedaten von Bundestags- und Landtagsabgeordneten zu gelangen, "um dadurch Identitätsdiebstahl begehen zu können". Die Angriffe könnten "als Vorbereitungshandlungen für Einflussoperationen wie zum Beispiel Desinformationskampagnen bei der Bundestagswahl dienen".

Über die Ermittlungen des Generalbundesanwalts hatte zuerst der "Spiegel" berichtet. Demnach waren von den Phishing-Mails vor allem Politiker von Union und SPD betroffen.

mt/cp



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