Wenig Impfstoff für Ärmere

Corona-Impfstoffe für nur 20 Prozent der Menschen in ärmeren Ländern bis Jahresende

Die internationale Covax-Initiative hat am Mittwoch die bisherigen Erwartungen gedämpft und erklärt, dass bis Jahresende nur für höchstens 20 Prozent der Menschen in ärmeren Ländern Corona-Impfstoffe geliefert werden können. Wie die Gründer der Covax-Initiative, darunter die Impfallianz des Impfstoffs (Gavi) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO), am Mittwoch in Genf erklärten, ist dies unter anderem auf Exportverbote und die Bevorzugung bestimmter Länder aufgrund von bilateralen Abkommen zurückzuführen.

Auch Schwierigkeiten beim Herauffahren der Produktion bei einigen Herstellern und Verzögerungen bei der Zulassung von Impfstoffen hätten die Versorgung ärmerer Länder mit Corona-Vakzinen behindert, hieß es weiter. Nach der neuen Covax-Prognose werden bis Jahresende 1,425 Milliarden Corona-Impfdosen an ärmere Länder geliefert. Ursprünglich war ein Umfang von zwei Milliarden Dosen geplant gewesen.

Die WHO hatte in der vergangenen Woche erklärt, acht von zehn afrikanischen Staaten, würden es nicht schaffen das "wichtigste" Ziel im Anti-Corona-Kampf zu erreichen. Dieses bestand darin, bis Ende dieses Monats zehn Prozent ihrer Bevölkerung gegen das Coronvirus zu impfen.

ao/yb



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