Angeklagter bekennt sich zum IS

Mutmaßlicher Paris-Attentäter bekennt sich zu Dschihadistenmiliz IS

Der Hauptangeklagte im Prozess zu den Pariser Anschlägen vom November 2015 hat sich im Gerichtssaal zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. "Ich habe jeden Beruf aufgegeben, um Kämpfer des Islamischen Staates zu werden", antwortete Salah Abdeslam auf die Frage des Vorsitzenden Richters nach seinem Beruf. Der 31 Jahre alte Franko-Marokkaner soll drei der Attentäter zum Fußballstadion gebracht und selber einen Sprengstoffgürtel getragen haben.

Abdeslams erste Worte vor Gericht waren das muslimische Glaubensbekenntnis. "Ich möchte als erstes bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Allah", sagte er. "Das sehen wir dann später", gab ihm der Vorsitzende Richter Jean-Louis Périès ungerührt zur Antwort. Den Namen seiner Eltern wollte Abdeslam nicht nennen.

Sechs Jahre nach den schwersten Anschlägen in der Geschichte der französischen Republik müssen Abdeslam und 19 weitere Angeklagte sich im umfassendsten Prozess, den die französische Justiz je geführt hat, vor Gericht verantworten. Bei den nahezu zeitgleichen Angriffen im Konzertsaal Bataclan, auf Straßencafés und an einem Fußballstadion hatten islamistische Attentäter am 13. November 2015 insgesamt 130 Menschen getötet, darunter zwei Deutsche. 350 weitere Menschen wurden verletzt. 

kol/yb



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