In Zukunft parkt das Auto selbst

Automated Valet Parking - fahrerlose Parkfunktion auf der IAA vorgestellt

München - (ots) -

Moderation:

Parken, waschen, laden - alles automatisiert und fahrerlos. Wie das in Zukunft möglich sein wird, das stellt der Verband der Automobilindustrie mit dem Gemeinschaftsprojekt "Automated Valet Parking" (AVP) während der IAA MOBILITY 2021 in München vor. Gemeinsam mit zehn Projektpartnern präsentiert der VDA erstmalig einen weiteren Meilenstein für das autonome Fahren. Robert Exler, Programm Manager Automated Valet Parking bei BOSCH, einem der teilnehmenden Technologieanbieter erklärt, wie automatisiertes Parken funktioniert:

Robert Exler

Der Kunde gibt sein Fahrzeug ab. Jetzt eben automatisiert, das heißt, er fährt in das Parkhaus rein, stellt das Fahrzeug ab. Und kann auf dem Smartphone den Befehl quasi geben: "Auto, jetzt kannst du wegfahren". Und der Kunde kann sein Auto einfach stehen lassen und gehen. Wenn er wiederkommt, geht er an den Eingang. Idealerweise ist dann diese Drop-off-Zone, Pick-up-Zone sehr nahe am Eingang, also bequem für den Kunden. Er sieht sein Auto schon dort stehen, kann das Auto übernehmen und wieder rausfahren. Das heißt, den ganzen unbequemen Parkvorgang, in engen Garagen, in dunklen Garagen oder weite Wege und langes Suchen, das muss der Kunde heute nicht mehr selber machen. Das macht das Fahrzeug und die Infrastruktur. (0:40)

Wie von Geisterhand bewegen sich Fahrzeuge von BMW, Ford, Jaguar Land Rover, Mercedes-Benz und VW auf einer Vorführfläche im Parkhaus Messe West und parken vollständig automatisiert ein und wieder aus. Und nicht nur das! Gibt der Kunde per App den Auftrag zum Waschen oder Laden, fährt das Auto auch noch durch die Waschanlage und ein Laderoboter sorgt beim E-Auto für volle Batterien. Die Grundlage für diese automatisierten Prozesse schafft eine intelligente Parkhausinfrastruktur, die über eine entsprechende Sensorik und cloudbasierte Datenverarbeitung verfügt.

Robert Exler

Wir von Bosch haben das so realisiert, dass wir Kameras als Sensorik haben. Das heißt, die Kameras sind an der Decke und wir beobachten von oben das Fahrzeug und die Umgebung. Und mit einer Recheneinheit verbunden geben die Kameras dann einen Pfad vor, wo es entlangfahren soll. Das ist der Vorteil von dieser Infrastruktur, sie sieht von außen auf das Fahrzeug und kann auch sehen, da kommt jetzt ein Mensch oder was auch immer und bewegt sich auf das Auto zu. Damit wird es viel einfacher auch aus Sicht des Fahrzeugs und damit auch sicher. (0:32)

Dass das revolutionäre System absolut sicher ist, wird bei den 30-minütigen Vorführungen auf der 1.800 Quadratmeter großen Fläche eindrucksvoll demonstriert. Egal ob vorbeifahrendes Bobby-Car, rollender Ball oder sogar extrem kleine Getränkedose, sie lassen die Fahrzeuge automatisch stoppen. Den Zuschauerinnen und Zuschauern wird gezeigt, wie die Kommunikation zwischen Parkhausinfrastruktur und Fahrzeug das sichere Ein- und Ausparken ermöglicht. Eine Säule schrammen oder ein anderes Auto touchieren kommt mit dieser Technik nicht mehr vor. Der Reifegrad des Systems ist bereits so weit fortgeschritten, dass Selbsteinparken schon bald Vergangenheit sein könnte.

Robert Exler

Also wir sehen die S-Klasse als erstes Fahrzeug, das Automated Valet Parking schon in Serie hat. Und wir werden erleben, dass weitere nachziehen werden. Es wird noch ein paar Jahre dauern, aber es sind alle Voraussetzungen da, um das machen zu können. (0:14)

Moderation:

Im Parkhaus West der Messe München können Messebesucherinnen und -besucher sowie Interessenten ein Stück zukunftsweisende innerstädtische Mobilität erleben. Die 30-minütigen Vorführungen des automatisierten Parkens finden während der gesamten IAA MOBILITY in der Zeit von 9 Uhr bis 18 Uhr 30 statt.


VDA - Verband der Automobilindustrie e.V.



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