Keine Überflüge über Afghanistan

Lufthansa setzt Überflüge über Afghanistan aus

Die Lufthansa und ihre Tochterfluggesellschaften setzen die Überflüge über Afghanistan aus. Dies gelte "bis auf Weiteres", teilte der Konzern am Montag in Frankfurt am Main mit. Dadurch verlängere sich unter anderem die Flugzeit bei Flügen nach Indien um bis zu einer Stunde. Zugleich prüfe die Lufthansa in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt, wie sie die Bundesregierung bei der Evakuierung von deutschen Staatsangehörigen und lokalen Kräften "zeitnah" unterstützen könne.

In Afghanistan hatten die radikalislamischen Taliban am Sonntag die Hauptstadt Kabul erobert. Bereits in der Nacht waren rund 40 Mitarbeiter der deutschen Botschaft aus Kabul in einem US-Flugzeug nach Doha ins Emirat Katar ausgeflogen worden, wie aus Verteidigungskreisen verlautete. In Kabul soll demnach ein "Kernteam" der Botschaft zurückbleiben, um die Evakuierung weiterer Deutscher zu organisieren. Deren Zahl werde auf etwa 80 geschätzt. 

Zudem will die Bundesregierung bis Ende August rund 2000 Ortskräfte über eine Luftbrücke aus Afghanistan ausfliegen lassen. Dafür ist der Einsatz mehrere hundert deutscher Soldaten geplant. 

ilo/jm 



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