Filter ersetzen das Lüften nicht

Vier Fragen an Schuldezernent Thomas Paal / Luftfilter für Räume mit beschränkten Lüftungsmöglichkeiten

Münster (SMS) Münsters Schulen und städtische Kitas gehen gut gerüstet in das neue Schul- und Kitajahr. Viele Maßnahmen wurden schon vor den Ferien umgesetzt, die bewährten Regeln gelten weiter. Ein weiterer Ausbau der Technik allein bedeute allerdings nicht automatisch "Sicherheit auf Knopfdruck", sagt Stadtdirektor Thomas Paal. Das Motto in Münsters Kitas und Schulen lautet: "Filter ersetzen das Lüften nicht." Der Schuldezernent erläutert, was die Stadt Münster gerade in Sachen Luftfilter schon getan hat und noch tun wird:


Auf Plattformen im Internet wird ein Mangel an Corona-Schutzmaßnahmen in Schulen kritisiert, was tut die Stadt Münster für die Sicherheit von Kindern und Jugendlichen in Schulen und Kitas?


Wir haben während der Sommerferien weitere Maßnahmen angestoßen: So wurden CO2-Messgeräte angeschafft, die die Schulen in den ersten Tagen nach den Ferien erhalten werden. Mit diesen Geräten kann die Luftqualität überprüft und das Lüftungsverhalten in den Räumen überprüft werden. Aber auch das Thema Luftfilter verfolgen wir weiter. – Außerdem wird weiterhin getestet, gelten Abstandsregeln, Maske tragen und desinfizieren.


In zahlreichen Klassenzimmern hat die Stadt schon Luftfilter installiert, sollen weitere folgen?


Die Beschaffung weiterer Luftfilter wird gerade vorbereitet. Wenig hilfreich ist, dass die Förderrichtlinien noch nicht vorliegen. Zudem wird der Einbau festinstallierter sogenannter Raumlufttechnischer Anlagen geprüft. Solche baulichen Maßnahmen dauern allerdings Monate und sind sehr aufwendig.


Sind Luftfilter ein "Allheilmittel" gegen die Ansteckungsgefahr mit Corona?


Luftfilter ersetzen das Lüften nicht. Regelmäßiges Durchlüften ist ein sehr wichtiger Teil der Schutzmaßnahmen in Kitas und Schulen. Gerade in den Kitas kann sehr gut gelüftet werden. Luftfilter sind – so legen es auch die Förderprogramme und die Empfehlungen des Umweltbundesamtes fest – für Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit gedacht.


Welche Maßnahmen besonders für Kinder und Jugendliche unterstützt die Stadt jenseits der Schulgebäude und städtischen Kitas? 


Wir bleiben auch im neuen Schuljahr bei der Entzerrung der Schulanfangszeiten für die innerstädtischen Gymnasien und das Geschwister-Scholl-Gymnasium. Außerdem weisen wir auf die Impfangebote für die älteren Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren hin und planen zusätzlich Impf-Tage in den Berufs-Kollegs und den weiterführenden Schulen.


Foto: Schuldezernent Thomas Paal



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