„In Notfällen halten wir zusammen.“

Hochwasserregionen werden zahlreich und tatkräftig unterstützt

Kreis Coesfeld. „Uns Menschen zeichnet eine soziale Eigenschaft aus: In Notfällen halten wir zusammen“, so Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und verbindet damit seinen Dank an all die Personen, die während des Hochwassers in den Krisenregionen nach ihren Möglichkeiten Hilfe leisteten. Darunter sind viele ehrenamtliche Kräfte, die im Alltag ihrer herkömmlichen Arbeit nachgehen. „Mit Selbstverständnis haben die Arbeitgebenden die Hilfskräfte unterstützt und sie für die Einsätze freigestellt“, so Mario Rentemeister, Kreisbeauftragter des Technischen Hilfswerks (THW).

 

Knapp 70 ehrenamtliche THW-Kräfte aus den vier Ortsverbänden des Kreises unterstützten beim Aufbau notwendiger Infrastruktur oder mit anderen technischen Hilfeleistungen in den schwer von Hochwasser betroffenen Gebieten. 

Kreisbrandmeister Christoph Nolte berichtet von den Erfahrungen: „Uns wurde eine große Wertschätzung von den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern entgegengebracht.“ Bei den Einsätzen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beteiligten sich gut 160 Feuerwehrkräfte aus dem Kreis Coesfeld. Weiterhin wirkte der Bezirk Kreis Coesfeld der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit fünf Einsatztauchern und einem Führungstrupp mit zwei Helfern mit. Auch der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) leistete mit rund 100 Personen vor Ort Hilfe. Insbesondere brauchte es dringend psychische Betreuungen der Flutopfer.

 

Die Kosten der Einsätze lassen sich gegenwärtig noch nicht beziffern. „Solange unsere Unterstützung in den von Hochwasser betroffenen Regionen Nordrhein-Westfalens noch benötigt wird, können wir noch keine konkrete Bilanz ziehen“, so Christoph Schlütermann vom Vorstand des DRK Kreisverbandes Coesfeld. Zur finanziellen Hilfeleistung hat die kommunale Familie im Kreis Coesfeld über die Webseite https://www.gut-fuer-das-westmuensterland.de/projects/98209 ein Spendenkonto initiiert. „Die Spenden werden der Aktion ‚NRW hilft‘ weitergeleitet und kommen zu 100 Prozent den Betroffenen der Flutkatastrophe zugute“, verspricht Landrat Dr. Schulze Pellengahr und bittet um weitere Unterstützung durch die Bevölkerung.

 

BILDZEILE

Stellvertretend für die über 300 Einsatzkräfte aus dem Kreisgebiet, die in den Überschwemmungsgebieten vor Ort dringend erforderliche Hilfe leisteten, bedanken sich (v. l. n. r.) Michael Görshop (DLRG), Christoph Schlütermann (DRK), Dirk Musholt (DRK), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Mario Rentemeister (THW) und Kreisbrandmeister Christoph Nolte bei den Arbeitgebenden für die Freistellung der ehrenamtlich Helfenden.



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