Olympia-Medailie für Deutschland

Mit dem letzten Versuch: Mihambo holt Olympia-Gold

21 Jahre nach Heike Drechsler hat Deutschland wieder eine Weitsprung-Olympiasiegerin: Malaika Mihambo triumphierte am Dienstag bei den Sommerspielen in Tokio mit 7,00 m. Der Goldsprung gelang der Heidelbergerin in einem packenden Finale im letzten Versuch, zuvor hatte sie auf dem Bronzerang gelegen. Silber ging an Brittney Reese (USA) mit 6,97 m vor der weitengleichen Ese Brume aus Nigeria aufgrund des besseren zweiten Versuchs.

2019 war Mihambo bereits Weltmeisterin geworden, 2018 in Berlin Europameisterin. Drechsler hatte 1992 in Barcelona und 2000 in Sydney Gold gewonnen.

2016 in Rio hatte Mihambo bei ihrer Olympia-Premiere als Vierte eine Medaille noch knapp verpasst. Nun wurde sie die vierte deutsche Weitsprung-Olympiasiegerin nach Heide Rosendahl (1972), Angela Voigt (DDR/1976) und Drechsler. 

Mihambo hatte nur schwer in die Saison gefunden und lange mit Anlaufproblemen zu kämpfen gehabt. Rechtzeitig vor Olympia zeigte sie aber einen deutlichen Aufwärtstrend und näherte sich wieder der Sieben-Meter-Marke an. "Es war gut, in der schwierigen Phase immer den Kopf oben behalten zu haben", sagte sie.

In der Qualifikation überzeugte Mihambo am Sonntag mit 6,98 m, gesprungen allerdings erst im letzten Versuch.



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