UKM benötigt Blutspenden

Am UKM werden Blutspenden für Operationen dringend benötigt. Vor allem an Konserven der Blutgruppe 0 und A negativ besteht derzeit ein Mangel.

Münster - Es ist nicht nur ein symbolischer Akt, wenn zwei Vorstandsmitglieder sich selbst in die UKM-Blutspende begeben, um dort Blut zu spenden. Aktuell besteht vor allem ein Mangel an Konserven der Blutgruppe 0 sowie der Blutgruppe A-negativ aber auch alle anderen Blutgruppen werden weiterhin benötigt. 

„Der Zukauf von Blutprodukten der Blutgruppe 0 ist seit längerer Zeit massiv eingeschränkt. Auch bei allen anderen Blutgruppen können wir nur noch sehr wenige Produkte zukaufen. Seit gestern können Erythrozytenkonzentrate der Blutgruppe 0 nur noch für die Notfallversorgung von Patienten bereitgestellt werden.“, sagt Dr. Maria Norpoth, Ärztliche Leiterin der UKM Blutspende. So dramatisch wie aktuell hat sie den durch die Ferienzeit in Kombination mit der Pandemie bedingten Mangel noch nie erlebt.

Der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende des UKM, Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken, weist darauf hin, dass das Klinikum zwar seit einigen Jahren sehr erfolgreich mit fremdblutsparenden Maßnahmen wie dem Patient Blood Management vor elektiven operativen Eingriffen plane: „Trotzdem bedeutet das nicht, dass wir kein Blut brauchen. Schwere Operationen wie zum Beispiel im Bereich der Herzchirurgie können wir nicht durchführen, wenn uns nicht ausreichend Blut der benötigten Blutgruppe zur Verfügung steht. Auch in den internistischen Disziplinen des UKM geht es oft nicht ohne Blutprodukte“, so Van Aken.

Gesucht werden Blutspender, die – um die Abstandsregeln zu gewähren – in jedem Fall vorher einen Termin zur Spende vereinbaren müssen. Die Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten weiterhin einen hohen Schutz für Blutspender und Empfänger. Blutspende-Willige können unter 0251- 83 58000 einen Termin vereinbaren und sich dabei auch über geltende Spendekriterien informieren lassen.

UKM ukm/aw

Foto: UKM. Auch der UKM-Vorstand unterstützt mit einer Blutspende: (v.l.) Pflegedirektor Thomas van den Hooven und der Ärztliche Direktor, Prof. Hugo Van Aken



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