Arbeitgeber müssen Freistellungen ermöglichen

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat an die Arbeitgeber appelliert, mehr Freistellungen für den Katastrophenschutz zu ermöglichen.

"Früher haben die Handwerker im Dorf alles stehen und liegen lassen, wenn es galt, einen Brand zu bekämpfen", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Mittwoch. "Heute machen es manche Arbeitgeber ihren Angestellten schwer, sich bei den Einsatzkräften zu engagieren, weil man ihnen nicht erlaubt, kurzfristig das Büro zu verlassen."

Die Folge sei dann, dass es in plötzlichen Notsituationen an "erfahrenen Kräften" fehle, sagte Reul mit Bezug auf die aktuelle Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands. Nötig sei daher ein "neues Bewusstsein bei den Arbeitgebern, wenn es um Freistellungen für den Katastrophenschutz geht".

Ihm bereite beim Hochwasserschutz nicht das Gerät, sondern das Personal Sorgen, fuhr der NRW-Innenminister fort. "Es gibt zu wenig Nachwuchs." Es müsse viel mehr getan werden, um junge Menschen für den freiwilligen Dienst bei den Hilfsorganisationen zu begeistern.

hcy/cha



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