Betten im Olympischen Dorf "stabil" genug für Sex

Die Betten im Olympischen Dorf in Tokio sind "stabil" genug für Sex.

Das versicherten die Organisatoren am Montag, nachdem einzelne Sportler Zweifel an der Standfestigkeit der Konstruktionen aus Pappe angemeldet hatten.

Der irische Turner Rhys McClenaghan hatte sich am Sonntag selbst dabei gefilmt, wie er wiederholt auf einem Bett sprang, um einen Bericht der New York Post zu verifizieren. Die Zeitung hatte behauptet, die Betten seien absichtlich fragil gebaut, um das Social Distancing zu unterstützen.

"Die Betten sollen eine Anti-Sex-Maßnahme sein. Sie sind aus Pappe, ja, aber offenbar sollen sie bei plötzlichen Bewegungen zerbrechen. Das ist eine Fake News" sagte McClenaghan in dem Video, das er bei Twitter postete.

Auf dem offiziellen Olympia-Twitteraccount wurde McClenaghan für das "Entlarven dieses Mythos" gedankt: "Die nachhaltigen Betten sind stabil!"

Der Bericht in der New York Post basierte auf einem offenbar augenzwinkernden Tweet des US-Langstreckenläufers Paul Chelimo. Dieser erklärte, dass die Pappbetten "darauf abzielen, Intimität unter den Athleten zu vermeiden". Die Betten würden nur dem Gewicht einer einzelnen Person standhalten, um "Situationen außerhalb des Sports" zu unterbinden.

Anfang des Jahres hatte der Hersteller Airweave versprochen, dass die Betten einem Gewicht von 200 kg standhalten und strenge Belastungstests durchlaufen haben. Zuvor hatte bereits der australische Basketballspieler Andrew Bogut ihre Standfestigkeit infrage gestellt.

"Wir haben Experimente durchgeführt, wie das Fallenlassen von Gewichten auf die Betten", sagte ein Sprecher der französischen Nachrichtenagentur AFP: "Solange nur zwei Personen im Bett liegen, sollten sie stark genug sein, um die Last zu tragen."

Tausende Athleten werden während der Spiele in Tokio, die am Freitag beginnen, im Olympischen Dorf untergebracht.

Trotz der Warnungen, "unnötige Formen von Körperkontakt zu vermeiden", werden die Organisatoren voraussichtlich 160.000 Kondome verteilen. Diese seien "nicht dazu gedacht, im Olympischen Dorf benutzt zu werden", teilte das Organisationskomitee mit. Stattdessen sollen sie "von den Athleten in ihre jeweiligen Heimatländer mitgenommen werden und helfen, die Kampagne zur Bewusstseinsbildung über AIDS zu unterstützen".



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