It‘s the Sixties, Man! Die Palladinos sind zurück

Wie auch schon die letzten beiden Staffeln, umhüllt auch die dritte Staffel jegliche Dramen, ernste Themen und düstere Zeiten in geschmackvollen Witz

Die Palladinos sind zurück. Und wie. Zwei Staffeln lang durften wir schon das Leben einer jungen, jüdischen Hausfrau die, Mitte der 50er New York, mit dem Streben nach einer Karriere als Stand-Up-Comedian, auf den Kopf gestellt hat, verfolgen.

Und auch wenn Midge Maisel, die im Gegensatz zur, ebenfalls von Amy Sherman-Palladino und Daniel Palladino erschaffenen, Kultfigur Lorelai Gilmore, ihren Martini lieber mit Oliven statt mit einem Twist trinkt und vermutlich aufgrund des geringeren Kaffeekonsums, einen winzigen Tacken langsamer sprcht, sich noch nicht ganz der Beliebtheit von Lorelai Gilmore annehmen kann, ist sie doch auf dem besten Weg dahin.

Wie auch schon die letzten beiden Staffeln, umhüllt auch die dritte Staffel jegliche Dramen, ernste Themen und düstere Zeiten in geschmackvollen Witz. Mit schnellen Dialogen, verschiedenen Charakterplots, den damit einhergehenden Locationwechseln und sich ständig in Bewegung befindenden Darstellern, schafft die Serie es, sich einer Vielzahl an Themen in rasantem Tempo anzunehmen und diese durch comic relief aufgehen zu lassen. So behandelt die neuste Staffel „The Marvelous Mrs. Maisel“ Spielsucht, Homosexualität und -phobie, Feminismus und finanzielle Engpässe mit einer Leichtigkeit, die sonst nirgendwo zu finden ist. Die Kunst, die kleinen Dinge groß und die vermeintlich großen Dinge klein erscheinen zu lassen, beherrscht Sherman-Palladino immernoch einwandfrei.  

Aber auch von den üblichen Genialitäten des Palladino-Duos ab, dürfen sich sowohl Zuschauer als auch Charaktere auf einige neue, unerwartete Überraschungen gespannt machen. So darf, wer die Internationale kennt, sich auf Abe Weissman freuen; Fans der Show „Gilmore Girls“ dürfen sich auf ein Mini-Crossover bereit machen und auch kulturell setzt die Show neue Aspekte. Der Weissman-Maisel-Clan darf sich also auf einiges bereit machen: darunter auch auf eine Hochzeit, ein Comeback, viel Lenny Bruce und Queens.

Der einzige Mangel an dieser Staffel „The Marvelous Mrs. Maisel“ ist, dass nur acht Folgen existieren und es mindestens ein Jahr Wartezeit auf die vierte Staffel geben wird.

Sude

Foto: Pixabay



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