Weitere Leiche unter Trümmern von eingestürztem Haus in Florida gefunden

Bei den Bergungsarbeiten in dem eingestürzten Wohnhaus in Florida ist ein weiteres Todesopfer entdeckt worden. Damit stieg die Zahl der Toten am Montag (Ortszeit) auf 28, wie die Behörden mitteilten. 117 weitere Menschen werden noch vermisst. Die Sucharbeiten waren am Montag wieder angelaufen, nachdem der noch stehende Teil des Hauses vor der Ankunft des Tropensturms "Elsa" abgerissen worden war. 

Eineinhalb Wochen nach dem Einsturz des Gebäudes in der Stadt Surfside bei Miami Beach gibt es kaum noch Hoffnung, Überlebende in den Trümmern zu finden. Die Teams seien dennoch "im vollen Rettungsmodus", sagte die Verwaltungschefin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava. Sie fügte hinzu, dass bereits Millionen Dollar an Spendengeldern zusammengekommen seien, die an die betroffenen Familien verteilt werden sollen. 

Die Behörden hatten die Arbeiten an der Unglücksstelle am Wochenende gestoppt und sich auf die Abbrucharbeiten konzentriert. Der Abriss drängte, weil der Tropensturm "Elsa" am Dienstag Florida erreichen sollte. Durch den Sturm waren auch die noch stehenden Überreste des Gebäudes vom Einsturz bedroht. Dies wiederum stellte eine Gefahr für die Bergungsmannschaften dar, wie Levine Cava erläuterte. 

Anders als zuvor erwartet, wird "Elsa" die Südwestküste Floridas wohl nur streifen. Levine Cava sagte dem Sender CNN, dass die Behörden "sehr hoffnungsvoll" seien, dass sie bei dem aktuellen Weg des Sturms die Such- und Rettungsarbeiten nicht unterbrechen müssen.

Das zwölfstöckige Wohngebäude Champlain Towers South war in der Nacht zum 24. Juni teilweise eingestürzt. Die genaue Unglücksursache ist weiterhin unbekannt. Ein Gutachten hatte aber bereits 2018 "große strukturelle Schäden" an dem 1981 fertiggestellten Gebäude festgestellt.

"Elsa" zog derweil über die Karibik in Richtung der Florida Keys, wie das Nationale Hurrikan-Zentrum der USA mitteilte. In Kuba sorgte der Sturm am Montag für sintflutartige Regenfälle und starke Sturmböen, hinterließ aber keine schwereren Schäden. 100.000 Bewohner waren aufgefordert worden, ihre Häuser zu verlassen. Kubas meteorologisches Institut Insmet meldete Windböen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. In der Karibik starben durch "Elsa" mindestens drei Menschen. 

mkü/noe



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