17-maliger Tour-Teilnehmer Voigt zu den Stürzen

Voigt: "Die Tour de France stiehlt sich selbst die Show"

Der ehemalige Radprofi und heutige TV-Experte Jens Voigt hat nach den vielen Stürzen zu Beginn der Tour de France die Streckenführung kritisiert. "Man hätte ganz sicher den einen oder anderen Sturz vermeiden können, wenn man die Strecke anders gewählt hätte", sagte der 49-Jährige im Eurosport-Interview zur dritten Etappe: "Alle wollen vorne sein, und das kann nicht gut gehen bei 180 Fahrern. Das hätte intelligenter und harmonischer gelöst werden können."

Gerade bei der ersten richtigen Sprintetappe müsse man den Fahrern mehr Platz einräumen. "Da sollte das Finale möglichst langweilig und lange geradeaus gestaltet werden. Da kann man der Tour de France einen mittleren Vorwurf machen", sagte Voigt.

Durch die vielen sturzbedingten Ausfälle verringere die Tour laut Voigt zudem selbst ihre Attraktivität. "Die Tour stiehlt sich auch selbst die Show", sagte der 17-malige Tour-Teilnehmer. 

Am Montag stürzte unter anderem der Vorjahreszweite Primoz Roglic (Slowenien/Jumbo-Visma), er verlor dadurch viel Zeit im Gesamtklassement. Top-Sprinter Caleb Ewan musste nach einem Sturz kurz vor dem Tagesziel wegen eines Schlüsselbeinbruchs sogar vorzeitig aufgeben.



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