Wanderausstellung zum Lippeverband

Zwischen Römern, Kläranlagen und Deichbauten: Morgen (24. Juni) wird im Foyer des Kreishauses Coesfeld eine Wanderausstellung zu der Geschichte und den Aufgaben des Lippeverbandes eröffnet.

„Mehr als eine Million Menschen haben täglich Kontakt zum Lippeverband – spätestens dann, wenn sie die WC-Spülung drücken. Doch das ist den wenigsten bewusst“, so Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender des Lippeverbandes. Ein Grund, warum am Donnerstag (24. Juni) im Foyer des Kreishauses Coesfeld eine Wanderausstellung zu der Geschichte und den Aufgaben des Lippeverbandes eröffnet wird.

Die Lippe als längster Fluss in NRW hat eine bewegte Geschichte: Die Römer nutzten sie als Handelsstraße, Industrie und Bergbau als Kühlwasser- und Energielieferant. Um die Lippe nutzbar zu machen, begradigte man den Fluss und befestigte sein Ufer mit Steinen. Der Lippeverband kümmert sich heute als öffentlich-rechtliches Wasserwirtschaftsunternehmen um die Renaturierung, Abwasserreinigung, den Hochwasserschutz und die Gewässerunterhaltung. Eine Wanderausstellung, die in den nächsten Monaten durch die Mitgliedskommunen des Wasserverbandes tourt, erzählt mit großformatigen und eindrucksvollen Fotos diese Geschichte.

Auch im Kreis Coesfeld übernimmt der Lippeverband wichtige Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge: Beispielsweise betreibt der Wasserwirtschaftsverband in Dülmen, Lüdinghausen, Olfen, Havixbeck, Nordkirchen, Nottuln und Senden insgesamt neun Kläranlagen. In Nordkirchen hat der Lippeverband zudem im Jahr 2019 den Betrieb des Kanalnetzes von der Stadt übernommen.

„Die kompakte und übersichtliche Ausstellung thematisiert neben den Rubriken Technik und Umwelt auch das Engagement unseres Lippeverbandes in den Bereichen Bildung und Gesellschaft“, sagt Uli Paetzel. Ihren festen Platz in der Ausstellung haben unter anderem das Deichsanierungsprojekt „HaLiMa“ in Haltern-Lippramsdorf und Marl genauso wie Hintergrundinformationen zu den 54 Kläranlagen des Verbandes.

Die Ausstellung widmet sich darüber hinaus den wissenschaftlichen Forschungen zur Rolle des Verbandes während des Nationalsozialismus: „Zu unserem Selbstverständnis gehört ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die Aufarbeitung dieser Zeit war daher dringend geboten“, so Uli Paetzel dazu.

Die Ausstellung kann bis zum 27. August 2020 im Foyer des Kreishauses Coesfeld, Friedrich-Ebert-Straße 7, 48653 Coesfeld, während folgender Öffnungszeiten besucht werden:

Montag - Donnerstag: 8.30 - 18 Uhr

Freitag: 8.30 - 12 Uhr

Es gelten die allgemeinen Corona-Schutzregelungen.

Lippeverband

Foto: Kirsten Neumann / EGLV. Wanderausstellung Lippeverband



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