Innenstädte, Ortskerne und Zentren stärken

„Die gemeinsame Erklärung ist Zeichen für die gute Zusammenarbeit der beiden IHKs. Wir möchten den Handel in den beiden IHK-Regionen noch enger vernetzen“, sagte Michael Radau

Osnabrück/Münster. - „Die Strukturen des Einzelhandels verändern sich. An den demographischen Wandel, die Veränderung des Konsumverhaltens oder die Dynamik des Online-Handels müssen sich Einzelhändler, aber auch Kommunen anpassen“, resümierte Mark Rauschen, Vorsitzender des Handelsausschusses der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim, die aktuellen Herausforderungen für die Branche. Anlass für sein Statement war die erste gemeinsame Sitzung der Handelsausschüsse der IHKs Nord Westfalen und Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim in Osnabrück.

Als Ergebnis verabschiedeten die beiden Handelsausschüsse die gemeinsame Erklärung „Innenstädte, Ortskerne und Zentren stärken“. „Die gemeinsame Erklärung ist Zeichen für die gute Zusammenarbeit der beiden IHKs. Wir möchten den Handel in den beiden IHK-Regionen noch enger vernetzen“, sagte Michael Radau, Vorsitzender des Handelsausschusses der IHK Nord Westfalen. Die Region sei ein starker gemeinsamer Handels- und Wirtschaftsraum mit überlappenden Einzugsgebieten, die auch über die eigenen Landesgrenzen hinausgehen.

Die Handelsausschüsse betonen in der gemeinsamen Erklärung die Bedeutung attraktiver Innenstädte, Ortskerne und Zentren. Hierbei wollen sie das Motto "#GemeinsamHandeln" mit Leben füllen. Besonders die gute Erreichbarkeit der Innenstädte wurde von den Ausschussmitgliedern als wichtiges Thema herausgestellt.

„Die Vitalität der Zentren ist ausschlaggebend im Standortwettbewerb von Städten und Kommunen“, so Anke Schweda, Geschäftsbereichsleiterin Standortentwicklung der IHK in Osnabrück, und Jens von Lengerke, Leiter der Abteilung Handel, Dienstleistungen und Stadtentwicklung der IHK Nord Westfalen. Dass die Kooperation zwischen den Regionen dabei weiterhelfen kann, erläuterte Tobias Schonebeck, Geschäftsführer Carl Schäffer GmbH & Co. KG an einem aktuellen Beispiel zur Citylogistik per Lastenfahrrad. Auch der Verknüpfung von E-Commerce und des stationären Handels wolle man sich zukünftig annehmen. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass die Schaffung von Aufenthaltsqualität mit einer hohen Nutzungsvielfalt einhergeht. Gleichzeitig muss die Flächenentwicklung gesteuert werden.

Highlight der ersten gemeinsamen Sitzung war die Unternehmensbesichtigung des Modehauses L&T in der Osnabrücker Innenstadt. Mark Rauschen führte hinter die Kulissen des Sporthauses und der Hasewelle und gab exklusive Einblicke in sein Handelshaus.

In den IHK-Fachausschüssen Handel engagieren sich ehrenamtlich tätige Unternehmerinnen und Unternehmern. Die nächste gemeinsame Sitzung der beiden Handelsausschüsse ist für Herbst 2020 im IHK-Bezirk Nord Westfalen geplant.

Fotos/Bildzeilen:

Die Handelsausschüsse der IHKs Nord Westfalen und Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim tagten im Rathaus Osnabrück.



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