Planungssicherheit gefordert

Die deutsche Messebranche und die Veranstalter haben ein festes Öffnungsdatum spätestens ab September gefordert. Ohne eine verlässliche Perspektive seien in der Branche 160.000 Arbeitsplätze gefährdet, ...

... warnte der Geschäftsführer des Messeverbandes AUMA, Jörn Holtmeier, in der "Bild am Sonntag". Nötig seien daher neben einem Öffnungsdatum auch ein bundeseinheitliches Vorgehen und ein Veranstaltungsfonds des Bundes, der eventuelle Ausfälle absichert.

In Berlin liege die Inzidenz inzwischen bei 56 und erst kürzlich sei die für September geplante Elektronikmesse IFA abgesagt worden, weil sich der Berliner Senat zu keiner klaren Öffnungsperspektive "durchringen" könne, kritisierte Holtmeier. In Spaniens Hauptstadt Madrid hingegen habe diese Woche die Tourismus-Messe mit 100.000 Besuchern begonnen.

Auch der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, übte scharfe Kritik. Es sei "gänzlich inakzeptabel, dass weder der Bund noch die Länder trotz unzähliger Anfragen sich außerstande sehen, mitzuteilen, unter welchen Rahmenbedingungen Konzerte, Tourneen und Festivals wieder ohne Einschränkungen stattfinden können", sagte er der Zeitung. Der Verband geht davon aus, dass in diesem Jahr rund 100.000 Shows ausfallen müssen. 

hcy/mkü

© Agence France-Presse


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