Wer soll das bezahlen?

Die Corona-Pandemie hat Staatshilfen in einer Größenordnung nötig gemacht, wie es sie in Friedenszeiten noch nie gab – und da stellt sich unweigerlich eine Frage: Wer soll das bezahlen? Antworten liefert Prof. Dr. Manuel Rupprecht in seinem Online-Vortrag am Mittwoch (19. Mai) um 18 Uhr.

Münster -  Sein Vortrag zur Situation der Staatsfinanzen nach der Pandemie ist Auftaktveranstaltung der Ringvorlesung, die unter dem Motto „Aktuelles Wirtschaftsgeschehen – verständlich und kompakt“ steht und insgesamt sieben Termine umfasst. Dabei geht es nicht nur um Corona.

„Primär ist uns Aktualität wichtig. Natürlich sind einige Themen von der Pandemie berührt. Aber es gibt viele weitere, die für Menschen von hoher Bedeutung und die zwar nicht ständig, aber trotzdem regelmäßig in den Medien präsent sind. Genau diese greifen wir in der Ringvorlesung auf, um zu einem besseren Verständnis der Themen beizutragen“, sagt Rupprecht, der die Reihe gemeinsam mit der Fachgruppe Volkswirtschaftslehre organisiert hat. 

Rupprecht erläutert in seinem Vortrag, warum sich ein Land aus ökonomischer Sicht verschulden sollte, was genau dann passiert und welche Konsequenzen möglicherweise folgen, zum Beispiel das Kürzen von Ausgaben, die Besteuerung von Vermögen oder die Vermögungsabgabe. „Es geht hier nicht um meine persönliche Einschätzung, sondern um die fachliche und fundierte Antwort auf die Frage, wer all das bezahlt“, sagt Rupprecht, der am Fachbereich Wirtschaft der FH Münster, der Münster School of Business (MSB), VWL – besonders internationale Wirtschaftspolitik – forscht und lehrt.

Schon eine Woche später, am 26. Mai, folgt der nächste Vortrag: Prof. Dr. Oliver Lerbs von der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung informiert dann über das Thema „10 Jahre Wohnungsboom – Markt außer Kontrolle?“. Er liefert einen Ausblick, wie es mit den Immobilienpreisen in Deutschland weitergeht, wie sich diese ökonomisch rechtfertigen lassen und was ein Land tun sollte, um den Bürger*innen bezahlbare Wohnmöglichkeiten bieten zu können.

Alle Vorträge der Ringvorlesung finden mittwochs von 18 bis 19 Uhr per Videokonferenz statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer dabei sein will, muss sich vorab unter fhms.eu/ringvorlesung anmelden und bekommt dann den Link zur Veranstaltung per E-Mail zugeschickt. Auf der Seite sind auch alle weiteren Termine der Reihe, die am 30. Juni endet, hinterlegt. Die Hanns Martin Schleyer-Stiftung und die Heinz Nixdorf Stiftung unterstützen die Veranstaltungsreihe finanziell.

FH Münster

Foto: FH Münster/Katharina Kipp. Prof. Dr. Manuel Rupprecht ist Initiator der Ringvorlesung „aktuelles Wirtschaftsgeschehen“ und hält den ersten Vortrag der insgesamt siebenteiligen Reihe, die dieses Mal per Videokonferenz stattfindet. 



Webauftritt von stadt40

Teile jetzt diesen Artikel