Hunderte Verletzte in Ost-Jerusalem

Am "Jerusalemtag" kam es zu schweren Zusammenstößen. Hintergrund ist die Zwangsumsiedlung von Palästinensern aus ihrem seit Jahrzehnten bewohnten Gebiet.

Bei schweren Zusammenstößen zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften in Ost-Jerusalem sind am Montag hunderte Menschen verletzt worden. Nach Angaben des palästinensischen Roten Halbmonds wurden etwa 50 Menschen ins Krankenhaus eingeliefert. Hunderte Palästinenser bewarfen Polizisten in der Nähe der Al-Aksa-Moschee mit Gegenständen, diese reagierten mit Blendgranaten, Gummigeschossen und Tränengas.

Die Zusammenstöße ereigneten sich wenige Stunden vor einem für den Nachmittag geplanten Marsch von Juden zur Erinnerung an die israelische Besetzung von Ost-Jerusalem 1967. In Israel wird dies als Jerusalem-Tag begangen. Bereits am Wochenende waren bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen protestierenden Palästinensern und der israelischen Polizei hunderte Menschen verletzt worden.

gap/gt

© Agence France-Presse


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