Schiri-Ärger: Sponsor kündigt alle Verträge mit DFB

Wegen vermeintlicher Fehlentscheidungen von Schiedsrichtern beendet ein wichtiger Sponsor (flyeralarm) nach sieben Jahren sein Engagement beim DFB.

Das gab Gründer Thorsten Fischer, zugleich Aufsichtsratschef bei Zweitliga-Schlusslicht Würzburger Kickers, nach dem 1:1 (0:1) im Frankenderby gegen den 1. FC Nürnberg bekannt. "Wir sind stolzer Partner und Sponsor des DFB - mit heute gewesen!", teilte er schriftlich mit.

Das Fass zum Überlaufen brachte offenbar eine Szene in der 19. Minute: FCN-Innenverteidiger Lukas Mühl foulte als letzter Mann Kickers-Angreifer Ridge Munsy. Schiedsrichter Tobias Reichel (Stuttgart) zeigte dem Nürnberger aber nur die Gelbe Karte (19.). Auch der Videoschiedsrichter griff nicht ein.

"Nach heute elf spielentscheidenden Fehlentscheidungen kündige ich auf diesem Wege vorab in mündlicher Form - mit aller Gelassenheit und ohne Emotionen - sämtliche Verträge mit dem DFB. Dies betrifft mein komplettes Sponsoring für die Nationalmannschaft und den DFB", teilte Fischer mit.

Seine Firma ist unter anderem Namenssponsor der Frauen-Bundesliga. Bereits seit 2013 ist das E-Commerce-Unternehmen zudem Premium-Partner der Frauen-Nationalmannschaft. "Das Thema Frauen-Bundesliga betrachten und prüfen wir separat. Weil die Frauen in dieser männerlastigen Domäne DFB überhaupt nichts dafür können. Flyeralarm hat weiterhin ein großes Herz für den Frauen-Fußball", sagte Fischer.

Insgesamt überwog aber der Ärger. "Ich habe den Glauben wie Hoffnung an eine Gleichbehandlung und seriöses Geschäftsgebaren verloren. Seien Sie versichert, dass mir auch bewusst ist, dass unser Team nicht immer die beste Leistung abgerufen wie gezeigt hat. Aber diese krassen, ich sage mittlerweile mutwilligen Fehlentscheidungen gegen uns, lassen uns keine andere Wahl", sagte Fischer weiter.


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