„Was richtig Gutes für Lipperbruch“

Kreisverkehr im Verlauf der K 34 fertiggestellt

Kreis Soest (kso.2021.04.07.191.-rn). Die Corona-Pandemie hatte in den vergangenen Monaten zur Verzögerung der Bauarbeiten beigetragen, die sich weiter dynamisch entwickelnde Corona-Lage verhindert auch eine offizielle Einweihung. Doch ein Abschlusstreffen kurz nach der Fertigstellung ermöglichte es jetzt trotzdem, den neuen Kreisverkehr, der im Lippstädter Stadtteil Lipperbruch an der Straßenkreuzung der Kreisstraße 34 (Mastholter Straße) mit der Ostland- und Ringstraße entstanden ist, zu würdigen.

"Hier ist was richtig Gutes für Lipperbruch entstanden", brachte Ortsvorsteher Gunther Schmich seine große Freude über das Bauwerk zum Ausdruck. Das Lob verband er mit einem ausdrücklichen Dank für die gute Zusammenarbeit an Markus Westerfeld, Projektleiter in der Abteilung Straßenwesen der Kreisverwaltung Soest, in den er alle anderen Beteiligten einschloss. Namentlich Adolf Strümper, Fachdienstleiter Straßenbau der Stadt Lippstadt, Partner des Kreises bei dieser interkommunalen Gemeinschaftsmaßnahme, und Bauleiter Markus Lange von der beauftragten Karl Pollmann GmbH aus Beckum.

Die vorhandene Kreuzung samt Ampelanlage wurde komplett zurückgebaut. Das Anlegen des Kreisverkehrs war verbunden mit der Erneuerung der Fahrbahn, der Herstellung der Gehwege und der Bepflanzung der Beete gemäß eines abgestimmten Bepflanzungskonzeptes. Außerdem ist eine entsprechende Straßenbeleuchtung installiert worden. Die Stadtentwässerung Lippstadt verlegte im Zuge der Baumaßname eine neue Abwasser-Druckrohrleitung. Die Gesamtkosten sind mit 650.000 Euro kalkuliert, die Schlussabrechnung steht allerdings noch aus. Das Projekt wird zu 70 Prozent von Bund und Land gefördert.

"Die in den Zufahrten zum Kreisverkehr entstehenden Geschwindigkeitsreduzierungen und die Minderung verkehrlicher Konfliktpunkte sowie ein besserer und übersichtlicherer Verkehrsablauf vergrößern die allgemeine Verkehrssicherheit", erläutert Projektleiter Markus Westerfeld. "Durch die nun höhere Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes werden sowohl die Lärm- und Schadstoffemissionen als auch die Betriebs- und Unterhaltungskosten reduziert. Die Radfahrer werden auf der Fahrbahn mittels markierter Radfahrschutzstreifen gerade in den Kreisverkehr geführt, der Autoverkehr muss sich einfädeln. An allen vier Ausfahrten wird den Radfahrern die Möglichkeit gegeben, in einem leichten Verschwenk nach rechts wieder auf die Radwege zurückzukehren."

Der Startschuss fiel am 12. August 2021. Aus geplanten drei Monaten wurden bis zur Fertigstellung sieben. "Wir haben uns für das aufgebrachte Verständnis der Verkehrsteilnehmer und Anwohner während der langen Bauzeit zu bedanken", betont Projektleiter Markus Westerfeld. Er erinnert daran, dass die Arbeiten bei halbseitiger Sperrung der Mastholter Straße in Verbindung mit einer Vollsperrung der Einmündungen der Ringstraße und Ostlandstraße durchgeführt werden mussten und der Verkehr auf der Mastholter Straße durch eine Baustellenampel zu regeln war.

Eine Reihe von unvorhersehbaren Ereignissen und technischen Problemen führten zur Bauverzögerung. So wurden umfangreiche Mitverlegungsarbeiten für den Breitbandausbau erledigt, was zum Zeitpunkt der Ausschreibung nicht bekannt war. Die Verlegung der Kabelschutzrohre für den Breitbandausbau und der Abwasserdruckrohrleitung der Stadtentwässerung Lippstadt erforderte eine umfangreiche Grundwasserabsenkung. Diverse Betonfundamente und insbesondere eine alte Kanalisation, offensichtlich alte Leitungen der Kaserne oder des vorherigen Militärflughafens, behinderten den Arbeitsfortschritt. Verschiedene Versorgungsleitungen, zum Beispiel Stromleitungen in den Gehwegen und der Fahrbahn, waren umzulegen. Der Termin der Asphaltierung musste verschoben werden, weil die Arbeitskolonne sich Corona bedingt in eine vierzehntägige Quarantäne begeben musste. Und dann spielte das Wetter nicht mit. Anfang des Jahres machten Regen und die anschließende Schnee- und Frostperiode einen Strich durch den Zeitplan. Die Stürme Klaus und Luis erzwangen eine erneute Verschiebung des Asphaltierungstermins. Schlussendlich gab es Lieferschwierigkeiten beim Material für die Straßenbeleuchtung: Beleuchtungsköpfe trafen später als erwartet ein.

Foto: Julia Scharte/ Stadt Lippstadt.

Kreis Soest vom 07.04.2021




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